Oldenburg - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Oldenburgs sind auch am Mittwoch dem „Verdi“-Aufruf gefolgt und beteiligen sich an einem Warnstreik. Verbunden ist dieser mit einem Demonstrationszug vom Klinikum in die Innenstadt und anschließender Kundgebungauf dem Rathausmarkt
Viele Streikende sprechen von einer permanenten Überlastung, weil Mitarbeiter fehlen. Es komme kein Personal nach, auch keine Azubis. Die Betroffenen meinen, dass mehr Geld ein Anreiz wäre. Alle machen sich Sorgen um die Zukunft der Pflege, weil die Personaldecke immer dünner wird und immer weniger Leute versorgt werden können.
Im Klinikum sind 2680 der 3144 Beschäftigten von der Tarifrunde betroffen. Um den Personalausfall zu kompensieren, waren rund 120 geplante Operationen verschoben worden.
„Verdi“ will für die bundesweit 2,5 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen 10,5 Prozent mehr Lohn durchsetzen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber bieten schrittweise fünf Prozent mehr bei zweijähriger Laufzeit sowie 2500 Euro Einmalzahlung. In der zweiten Verhandlungsrunde gab es zuletzt noch keine Annäherung. Die dritte Verhandlungsrunde findet Ende März statt.
