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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Jahresrückblick: Was im Jahr 2011 in der Stadt wichtig war

30.12.2011

Januar

Das Jahr beginnt kalt, verschneit – und mit dem ersten verkaufsoffenen Sonntag (2. Januar). Bebauen will derweil die Gemeinde Wiefelstede ihren Teil des Fliegerhorstes – mit einem Solarwerk (6.). Die Oldenburger Verwaltung ist nicht interessiert: „Abwarten“, empfiehlt OB Schwandner. Das tun die Bürger nicht, sie ärgern sich über den Zustand der Straßen: Überall Schlaglöcher (11.) nach dem ersten Tauwetter. 900 000 Euro müssen mindestens für Reparaturen ausgegeben werden. In dieser Situation kommt die Ankündigung der Stadt, die Parkgebühren auf 1,20 Euro/Stunde zu erhöhen (16.), für manche zum falschen Zeitpunkt. Autogas-Alarm am 19.: An der Tankstelle am Marschweg ist ein Einfüllstutzen falsch bedient worden – Großeinsatz der Feuerwehr. Am 20. freut sich das Finanzamt: In Oldenburg sprudeln die Steuern so gut wie nie (1,2 Milliarden Euro), die Stadt rückt auf den zweiten Platz im Land.

Februar

Am 2. Februar verkündet die GSG, 900 Wohnungen verkaufen zu wollen, um der Wohnungsnot in der Stadt zu begegnen: Bis 2015 sollen 1000 neue Einheiten in stehen. Am 11. wird der Verkauf an eine Hannoveraner Gesellschaft besiegelt. Am 7. Februar freut sich der Oldenburger Ruderverein: Ihm wird in Berlin ein „Stern des Sports“ zuerkannt für ein Projekt mit blinden und sehbehinderten Jugendlichen. Aufregung am 18.: Ein 44-Jähriger bringt eine Geisel in einer Anwaltskanzlei in seine Gewalt. Nach drei Stunden Nervenkrieg überwältigen Spezialkräfte den Mann. Damit nicht genug Arbeit für die Polizei: Am 22. überfallen zwei Männer (53 und 32 Jahre) einen Supermarkt am Hochheider weg und flüchten mit dem Auto. In der Vereinigungsstraße werden sie gestellt. In der folgenden Nacht muss ein Feuer im Verpflegungslager der Bundeswehr an der Kampstraße gelöscht werden. Es handelte sich um einen Anschlag.

März

Ruhe am Theaterwall: Der Ausbau der Straße beginnt am 3., und alle Autofahrer arrangieren sich mit dem Engpass. Dafür ist OB Schwandner plötzlich sehr umstritten (8.): Seine Äußerung, er könne sich in Oldenburg Hochhäusern mit 15 Stockwerken vorstellen, kommt bei der Bevölkerung sehr schlecht an. Derweil wird Jürgen Krogmann am 12. zum neuen Oldenburger SPD-Chef gewählt von 78 Prozent der Mitglieder. Am 15. wird bei einem Großbrand in der Voßstraße eine 47-Jährige aus den Flammen in ihrem Haus gerettet. Tags darauf verändert sich die Innenstadt: Die ECE-Schlosshöfe werden nach über zweijähriger Bauzeit eröffnet.

April

Der nächste Abschnitt der Kanalsanierung in der Alexanderstraße beginnt mit den üblichen Sperrungen. GSG-Chef Stefan Könner schlägt Alarm: Bis zu 10 000 Wohnungen fehlen bis 2020. Es müsste für eine Milliarde Euro gebaut werden, um die Not zu lindern. Autonome besetzen ein Haus am Theaterwall. Eine Oldenburger Delegation erfährt in Berlin, dass es vor 2017 keinen Lärmschutz an der Bahn geben wird. Vor den Toren der Stadt wird die aufzugebende Asylbewerberunterkunft Blankenburg immer leerer, in Ofen beginnt der Protest gegen die geplante Asyl-Unterkunft auf dem Fliegerhorst.

Mai

Der Wonnemonat beginnt mit einer Brandserie in der Nacht zum 1. Mai: Autos und Lauben in Bürgerfelde gehen in Flammen auf. In Ofenerdiek findet die erste Monatsdemo gegen Bahnlärm statt – seitdem immer der erste Montag des Monats Protesttag im Stadtnorden. Der Ostermarkt an der Weser-Ems-Halle endet mit einer katastrophalen Besucherbilanz und wird dort wohl zum letzten Mal stattgefunden haben. Der Spediteur Schenker feiert sein neues Zehn-Millionen-Euro-Logistikzentrum am Osthafen. Der vom Präventionsrat organisierte Deutsche Präventionstag führt mehr als 3000 Besucher in die Stadt. Die Nachbargemeinden ärgern sich mächtig über eine von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zur Bahnumgehung. Das Haus am Theaterwall wird erneut besetzt. Diesmal verzichtet der Besitzer auf eine Anzeige, die jungen Leute sind bis heute drin. Die CDU verliert Heinz Harzmann und Daniela Pfeiffer an die FDP. Die Grünen wittern Morgenluft und beantragen ein Abwahlverfahren gegen OB Schwandner. Doch die FW-BFO stellt sich an dessen Seite. Folge: keine Mehrheit gegen Schwandner.

Juni

Neue Dezernentin im Amt: Dagmar Sachse (ovales Bild, links) bezieht ihr Büro an der Bergstraße. Die 50-Jährige ist für die Bereiche Gesundheit, Soziales, Jugend, Familie und Schule zuständig. Bei Bodenuntersuchungen auf dem Gelände der 1969 geschlossenen Tierkörper-Beseitigungsanlage am Johann-Justus-Weg werden Sporen des Milzbrand-Erregers gefunden. Das Privatbankhaus Fortmann & Söhne feiert 125-jähriges Bestehen. 5000 Menschen beteiligen sich an der Parade zum Christopher Street Day. LzO-Vorstandsvorsitzender Martin Grapentin eröffnet mit Ministerpräsident David McAllister das neue LzO-Stammhaus am Schlossplatz. Ein herrenloser Reisekoffer sorgt in der Innenstadt für Aufregung. Die Polizei lässt ein Lokal räumen und fordert einen Bombenentschärfer an. Im Koffer befanden sich nur Kleidungsstücke.

Juli

Mit einem Picknick verabschieden sich alle von der Wahlheimat des Staatstheaters auf dem Fliegerhorst. Ebenfalls am ersten Juli-Wochenende demonstrieren 600 Bahn-Kritiker. Zehntausende besuchen wieder den Kultursommer, und der Rat bringt einen 34-Millionen-Neubau der Weser-Ems-Halle auf den Weg. Die Stadt kauft auf dem Fliegerhorst Gebäude für Asylbewerber. Bei einem Großfeuer brennt das Sportzentrum des Bürgerfelder Turnerbundes in der Nacht zum 21. Juli ab. Eine Bronze-Skulptur des Grafen Anton Günthers, die beim Schloss aufgestellt werden soll, löst eine monatelange Debatte aus. Oldenburg wächst weiter: Die Prognose lautet 171 000 Bewohner in 2030.

August

Die Stadt muss nach der Schließung Blankenburgs 430 Flüchtlinge aufnehmen. Wallkino-Besitzer Ulrich Marseille kündigt nach der Ablehnung seines Abrissantrages durch die Stadt an, das denkmalgeschützte Gebäude ungenutzt stehen zu lassen. Der nach der Insolvenz von einer Betreibergesellschaft übernommene Postdienstleister Mail Express stellt den Betrieb ein. Auf dem Fliegerhorst laufen Dreharbeiten zum ZDF-Film „München 72“. Im Einkaufszentrum Wechloy bricht ein 100 qm großes Stück aus der Decke. Beim Spielen auf dem PSV-Sportplatz vergiften sich zwei Kinder an vergrabenen Ködern. Trotz Dauerregens feiern 350 000 Besucher Stadtfest. Starkregen setzt die Alexanderstraße unter Wasser.

September

Mit einstimmigen Beschlüssen erklärt der Bauausschuss das Haareneschviertel zum Wohngebiet. Auch entschieden: Windkraft für Etzhorn und Solarpark für Tweelbäke. An der Alexanderstraße schließt das erste Geschäft wegen der Überflutungen. Ulrich Mann wird neuer Vorsitzender der Gesellschaft Union. Nach einem Jahr auf dem Fliegerhorst kehrt das Staatstheater zurück ins renovierte Große Haus.

Bei der Ratswahl verfehlen die Gegner von OB Schwandner die Dreiviertel-Mehrheit für ein Abwahlverfahren. SPD und Grüne gewinnen, CDU und Freie Wähler sind die großen Verlierer. Ein NPD-Mann zieht in den Rat, ebenso ein Pirat; fast die Hälfte des Rates wird ausgetauscht. Das Filmfest feiert Eröffnung mit 1300 Gästen in der EWE-Arena. Der Vertrag für den Neubau der Weser-Ems-Halle wird unterzeichnet. Rund 25 000 kommen zum Pferdetag. In die Schlagzeilen gerät das mit EWE-Millionen finanzierte „Sign“-Programm, weil Prevent-Chefin Claudia del Valle unter Verdacht steht, große Teile des Geldes am Projekt vorbeigeschleust zu haben.

Oktober

100 000 Besucher kommen zur Eröffnung des Kramermarktes mit Kohlkönig Philipp Rösler. Das zentrale Seniorenservicebüro der Stadt nimmt den Betrieb auf. Im Olantis wird der Wellnessbereich für 1,7 Millione Euro erweitert. Bestürzung löst der Tod von Ralf Briese aus. Der 40 Jahre alte Landtagsabgeordnete und Ratsherr der Grünen nahm sich das Leben. Asbest-Alarm auf einem städtische Grundstück in Wechloy. Eine neue Genossenschaft bekundet Interesse an der Übername des EWE-Netzes. Das City-Center in der Heiligengeiststraße verliert weitere Läden. Die Arbeiten für den Solarpark auf dem Fliegerhorst beginnen. Die Stadt klagt mit GSG und Anliegern gegen die Planfeststellungsbeschlüsse zum Bahnstreckenausbau wegen des Jade-Weser-Ports. Mit der Bundeswehrreform verliert Oldenburg die Luftlandebrigade 31, bekommt aber den Stab der 1. Panzerdivision aus Hannover. SPD (17 von 51 Sitzen) und Grüne (14) schließen ein Bündnis im Rat.

November

Die neue Stadtbaurätin Gabriele Nießen (ovales Bild, unten) tritt ihren Dienst an. Bei der konstituierenden Sitzung tagt der Rat wegen einer Demo gegen die NPD unter Polizeischutz. Die neue Spitze: Bernhard Ellberg (SPD/Ratsvorsitz), Germaid Eilers-Dörfler (SPD) und Susanne Menge (Grüne) als Bürgermeisterinnen. Die ersten Flüchtlinge (Syrer) beziehen die Asylbewerber-Unterkunft auf dem Fliegerhorst. Die Sanierung des Marschwegstadions verzögert sich. Die NWZ  meldet exklusiv. EU-Kommissar Günther Oettinger wird Kohlkönig. Der erste Grünkohlsonntag lockt Tauende in die Innenstadt. Die Kibum eröffnet; 35 000 Gäste und 8700 Schüler sorgen am Ende für Rekordbesuch. Die Dreharbeiten zum ARD-Film „Hannah und Sophie“ mit Uwe Friedrichsen beginnen am Hafen. Die Mitarbeiter des Evangelischen Krankenhauses streiken für einen Haustarif. Fünf Maskierte werfen Farbbeutel auf den jüdischen Friedhof, einige sollen NPD-Mitglieder sein. Gasalarm im Schulzentrum Alexanderstraße. Im Krankenhaus-Tarifstreit einigen sich die Parteien.

Dezember

Beim Deo-Schnüffeln auf einer Restaurant-Toilette verursachen zwei Schülerinnen (13/16) eine Explosion und werden schwer verletzt. Der Streit um den Bronze-Grafen eskaliert. Die Kulturministerin will das Denkmal nicht am Schloss, Horst Milde setzt auf den Landtag. Die Verwaltung legt den Haushaltsentwurf vor: Es fehlen 19 Millionen Euro. Im Streit um das alte Pekol-Gelände setzen sich die Investoren von Aktiv+Irma gegen das Busmuseum durch. Bei der ersten regulären Ratssitzung der neuen Periode gibt es Tumulte wegen eines Redebeitrags des NPD-Vertreters. Der Ratsvorsitzende ordnet die Räumung des PFL an. Nach Dauer-Ärger um die Kosten verschiebt die Politik den autofreien Sonntag von 2012 auf 2013. Nach ergebnislosen Gesprächen mit der Stadt schließt der Verein Werkstattfilm sein Medienarchiv. Und zum Schluss die positive Nachricht. Oldenburg ist nach einer Untersuchung der Aktion „Neue soziale Marktwirtschaft“ die beste Stadt in Norddeutschland.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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