Oldenburg - Das Alte Gymnasium hat anlässlich seines 450-jährigen Bestehens eine große Vortragsreihe in der AGO-Aula organisiert, Beginn ist jeweils um 19 Uhr, bei freiem Eintritt – hier ein Überblick:
Dienstag, 7. März
Dr. Charlotta Lorenz (Zürich): „Von der Natur inspiriert – Auf dem Weg zu nachhaltigen Materialien“. In ihrem Vortrag zeigt die AGO-Abiturientin von 2012 und heutige Biophysikerin, welche Prozesse – zum Beispiel auch bei Schmetterlingen – zu komplexen Strukturen führen und „wie wir aus diesen Prozessen lernen können, nachhaltige Materialien mit bestimmten mechanischen und optischen Eigenschaften herzustellen“.
Dienstag, 21. März
Dr. Thomas Hertfelder (Stuttgart): „Mehr als Babylon Berlin – Was lehrt uns die Republik von Weimar heute?“
Hertfelder fragt: „Haben wir bald wieder ,Weimarer Verhältnisse’? Was lernen wir aus der Republik von Weimar?“
Dienstag, 25. April
Dr. Sebastian Prignitz (Wien): „Von Oldenburg nach Athen und Epidauros“
Was kostete der Bau eines antiken Tempels? Wie lange hat man daran gebaut? Was tat man gegen schlechte Arbeit am Bau? Aus Epidauros sind 47 Inschriften erhalten, die Auskunft geben – seit 2006 arbeitet Sebastian Prignitz, der 1994 bis 1999 Griechisch am AGO gelernt hat, in Epidauros an diesen Texten.
Dienstag, 16. Mai
Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff (Oldenburg): „Künstliche Intelligenz – Wann ersetzen Maschinen den Menschen?“
Lehnhoff sagt über Künstliche Intelligenz: „Die Potenziale sind riesig – die Notwendigkeit eines reflektierten Umgangs ebenso.“
Dienstag, 20. Juni
Dr. Gisela Boeck (Rostock): „Lothar Meyer und das Periodensystem der chemischen Elemente“
Dienstag, 29. August
Prof. Dr. Matthias Bormuth (Oldenburg): „Karl Jaspers – Der Enthusiasmus des Denkens“
Karl Jaspers, einer der berühmtesten Schüler des AGO, erkundete als Psychiater und Existenzphilosoph Herausforderungen und Grenzsituationen.
Dienstag, 12. September:
Dr. Christian Wetz (Oldenburg): „Rudolf Bultmann und die Entmythologisierung der Bibel“
Der AGO-Schüler Rudolf Bultmann zählt zu den bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Mit seinem „Entmythologisierungsprogramm“ hat er „1941 einerseits die neutestamentliche Exegese entscheidend in der Gegenwart verortet, andererseits christlich-konservative, evangelikale Kreise nachhaltig gegen sich aufgebracht“.
Dienstag, 7. November
Prof. Dr. Dennis Pausch (Dresden): „Ovids ,Heroides’ – Briefe aus weiblicher Perspektive für männliche Leser?“
Ovid präsentiert in seinen „Epistulae heroidum“ zentrale Episoden des antiken Mythos aus der Sicht der jeweiligen Heldinnen.
Dienstag, 21. November
Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert (Münster): „Blicke auf Ethik und Wissenschaft in Zeiten der Pandemie“
Nach Covid-19 und der Debatte darum will der Vortrag zeigen, welche Beiträge Wissenschaft auf der einen Seite und Ethik, Recht und Politik auf der anderen zur Versachlichung der Diskussion leisten können.
Dienstag, 12. Dezember
Dr. Klaus Modick (Oldenburg): „Schwarten, Pauker, Blaue Briefe“
Ein Klassiker oldenburgischer Literatur sind Modicks sprichwörtlich gewordenen Erinnerungen an die eigene Schulzeit in den 1960er Jahren am AGO, die er nun mit weiteren Anekdoten anreichern wird.
