„Oldenburgs Luft wird sauberer“ (NWZ vom 10. August)

(...) Ein weiterer Grund für den niedrigen Belastungspegel der NO2-Konzentrationen in vielen Stadtteilen ist – besonders an heißen Tagen – dass NO2 in der bodennahen Atmosphäre rasch photochemisch zu Ozon (und anderen Verbindungen) umgesetzt wird. An solchen Tagen trägt NO2 mit Konzentrationen von tagsüber oft weit über 200 µg m³ erheblich zur Bildung von Ozon bei. Sehr gewagt daher die Behauptung, dass in Oldenburg der Ozon-Grenzwert von 180 µg m³ in dieser Periode nicht überschritten wurde.

Der genannte Messwert von 171 µg m³ aus dem „südlichen Oldenburg“ stammt vermutlich von der Messstation im 25 km entfernten Bösel (offizielle „Südoldenburg“). Gleichzeitig werden hier aber NO2-Konzentrationen bei 10 - 20 µg m³ gemessen. Naheliegend daher die Vermutung, dass bei einem Vielfachen der NO2-Belastung im Stadtzentrum Oldenburgs auch die Ozonbelastung in den angrenzenden Stadtteilen um einiges höher liegt als an der Messstelle im Oldenburger Land. Eine zusätzliche Messstelle für Ozon am Stadtrand Oldenburgs (...) wäre wünschenswert. Weniger Straßenverkehr in Oldenburg auch.

Dr. Karsten Mohr Oldenburg