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Musiker aus Oldenburg und Ramsloh Ihr Werder-Song hallte erstmals durch das Weserstadion

Stehen auf Grün-Weiß: (von links) Carsten Steenken, Werder-Legende Ailton und Arndt Schweer. Das Foto entstand bei einem vorherigen Treffen am Weserstadion.

Stehen auf Grün-Weiß: (von links) Carsten Steenken, Werder-Legende Ailton und Arndt Schweer. Das Foto entstand bei einem vorherigen Treffen am Weserstadion.

Privat

Oldenburg/Ramsloh/Bremen - Plötzlich ging alles ganz schnell: „Ich habe noch gar nicht richtig gesessen, da hörte ich dieses Lied, das mir so bekannt vorkam“, erzählt der Oldenburger Arndt Schweer. Kein Wunder: Es war seins. Er hatte den Song „Ein Leben lang Grün-Weiß“ gemeinsam mit Carsten Steenken aus Ramsloh geschrieben und eingespielt. Am vergangenen Wochenende hallte er erstmals durchs Weserstadion. Für die Hobbymusiker der „Sportfreunde Osterdeich“ ein besonderer Moment.

Gar nicht einfach

Den Steenken allerdings verpasste. Denn die Stadionregie spielte das Lied am Freitagabend bereits rund eine Stunde vor Spielbeginn ein. Da war der Ramsloher noch auf der Autobahn. „Und auch ich war gerade erst angekommen“, berichtet Schweer. Eigentlich war ihnen angekündigt worden, dass ihr Song in der Halbzeitpause bei vollen Rängen aus den Boxen dröhnen werde. Doch es kam anders und die Stadionpremiere verlief für die Songschreiber nicht ganz so glamourös, wie sie es sich erträumt hatten. Immerhin: Den Sportfreunden wurde über die Anzeigetafel ein Dankeschön mitgeteilt.

Ohnehin war es ein großer Schritt, dass das rockige Lied es überhaupt auf die Liederliste der Stadion-DJs geschafft hatte. Denn das ist gar nicht so einfach, wie die Musiker in den vergangenen Monaten feststellen musste. Beim Vorstand, bei den Stadionsprechern, beim Marketing hatten sie ihr Lied angepriesen. Sie rannten nicht gerade offene Türen ein. „Wie ich dann irgendwann erfahren habe, werden dauernd neue Songs angeboten“, erzählt Schweer. Aus der Masse herauszustechen, war also nicht ganz einfach.

Hartnäckig geblieben

Dabei hatten sie viel Energie in das Projekt gesteckt. Schweer (Bass und Gesang) und Steenken (Gitarre und Gesang) holten für den Song mit Ralf Lübke aus Wilhelmshaven einen weiteren Gitarristen mit ins Boot. Es folgten eine professionelle Produktion im Studio und sogar ein Musikvideodreh mit Werder-Legende Ailton. Trotz allem schien es zur Stadionmusik keinen Zugang zu geben. Doch hartnäckiges Nachfragen zahlte sich aus. Beim Spiel gegen Holstein Kiel war das Lied endlich zu hören. Dass die Partie mit einer Niederlage für Werder endete, soll damit natürlich nicht in Zusammenhang gebracht werden. Dafür waren auch die Rückmeldungen an die Sportfreunde Osterdeich zu positiv.

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Ob der Song nun einen dauerhaften Platz auf der Musikliste der DJs gefunden hat, weiß niemand. Versprochen worden sei nichts, erzählt Schweer. Er hofft aber, dass man bei Werder nicht nur auf Altbewährtes setzt, sondern auch musikalisch etwas Neues wagt. Wäre doch schön, wenn das Lied beim nächsten Mal vor vollen Rängen gespielt würde – oder wenigstens, wenn alle Musiker der Sportfreunde im Stadion sind.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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