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Projekt gegen sexuellen Missbrauch in Oldenburg Wildwasser will sichere Orte schaffen

Frauke Janßen, Catalina Althoff, Lena Normann und Lisa Veenker (von links) stellten das Projekt „Sichere Orte“ bei Wildwasser vor.

Frauke Janßen, Catalina Althoff, Lena Normann und Lisa Veenker (von links) stellten das Projekt „Sichere Orte“ bei Wildwasser vor.

Friederike Liebscher

Oldenburg - Ein bis zwei Kinder in jeder Schulklasse sind laut Statistik von sexuellem Missbrauch betroffen. Diese Schätzung einer unabhängigen Kommission der Bundesregierung trifft auch auf Oldenburg zu. Der Verein Wildwasser Oldenburg will deshalb mit einem neuen Projekt eine Beratung direkt an den Schulen anbieten. „Beim Thema sexualisierte Gewalt herrscht eine große Sprachlosigkeit“, erklärt Beraterin Lena Normann. „Wir wollen die Fachkräfte vor Ort stärken.“

Sichere Orte

Gleichzeitig sei es ein wichtiges Anliegen für Wildwasser, sichere Orte für Betroffene zu schaffen. „Wir wollen Institutionen wie Schulen, Vereine, Wohngruppen oder Werkstätten dabei unterstützen, zu einem solchen Ort werden“, erklärt Catalina Althoff, die im Projekt für das Thema Prävention zuständig ist. Gerade beim Thema sexualisierte Gewalt würden Betroffene die Hürden für das Aufsuchen einer Beratungsstelle oft als beschwerlich oder sogar unüberwindbar empfinden. Wildwasser habe die Anfragen zum Beispiel aus Schulen, dass die Beraterinnen möglichst schnell vor Ort sein sollten, bisher aus Kapazitätsgründen ablehnen müssen. Das ist nun anders.

Die Betroffenen können nun direkt in ihrem gewohnten Umfeld beraten werden. „Das ist bundesweit ein einzigartiges Projekt“, berichtet Lena Normann. Neben der Beratung in Notfällen werden beim Projekt „Sichere Orte“ auch die Fachkräfte geschult, zum Beispiel darüber, wie man sexuelle Gewalt erkennen und verhindern kann. Zusätzlich sollen Informationsveranstaltungen für Jugendliche und Eltern angeboten werden. „Wenn betroffenen Jugendliche hören, dass sie mit diesem Thema nicht allein sind, dass man darüber reden und sich Hilfe holen darf, ist das schon ein wichtiger Schritt“, so Normann. Die ersten Beratungen hätten auch schon stattgefunden, ergänzt ihre Kollegin Catalina Althoff.

Teilnahme ist kostenfrei

Das Projekt „Sichere Orte“ ist auf fünf Jahre angelegt und wendet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von zwölf bis 26 Jahren. Finanziert wird es durch eine Förderung der Aktion Mensch. Die Beratung durch die Expertinnen von Wildwasser ist für die teilnehmenden Institutionen kostenfrei. Wer Interesse hat, am Projekt teilzunehmen, wendet sich für ein Informationsgespräch an Wildwasser unter 0441/16656 oder per E-Mail an: sichere-orte@wildwasser-oldenburg.de.

Friederike Liebscher
Friederike Liebscher Redaktion Oldenburg
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