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Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Wildwasser Oldenburg startet in Sozialen Medien durch

Justine Arnold

Oldenburg - Über das Thema sexualisierte Gewalt sprechen viele Mädchen und auch Frauen aufgrund von Angst und Scham eher ungern. Die Fachberatungsstelle Wildwasser Oldenburg e.V. hat aufgrund dessen die Internet-Präsenz noch weiter ausgebaut, um verstärkt auf die Thematik aufmerksam zu machen.

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Ein großer Schritt Richtung Digitalisierung

Seit dem letzten Jahr ist die Beratungsstelle auf den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube vertreten. Die Kolleginnen Birte Fuhrhop-Martenstein, Frauke Janßen und Nadine Finke des Wildwasser Oldenburg e.V. haben diese Kanäle ins Leben gerufen und füttern sie regelmäßig mit Inhalten. Hinter dem neuen Social-Media-Auftritt stecken mehrere Intentionen. „Einerseits wollen wir Wildwasser Oldenburg bekannter machen, so dass Betroffene und Angehörige uns schneller finden. Ein weiteres Ziel ist es, die Thematik der sexualisierten Gewalt in unserer Gesellschaft zu enttabuisieren“, sagt Frauke Janßen. Für die Erstellung und Etablierung der Kanäle wurde eine Kooperation mit zwei Masterstudentinnen der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Gestaltung aus Hildesheim gestartet. „Die beiden haben uns mit großem Engagement, Visionen und Kreativität den Weg in die Social-Media-Welt geebnet und gezeigt“, erzählt Nadine Finke.

Kontaktdaten von Wildwasser

Auf der Website www.wildwasser-oldenburg.de kann man die geschützte Online-Beratung per E-Mail nutzen oder einen Einzelchat-Termin vereinbaren.

Telefonische Beratung unter 0441/16656 ist Montag von 9 bis 11 Uhr sowie Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr möglich.

Persönliche Beratung ist derzeit nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich. Dabei wird auf die Einhaltung der Hygienevorschriften geachtet. Gerne unternehmen die Beraterinnen einen gemeinsamen Spaziergang. Auch ein Videogespräch ist möglich.

Instagram: @wildwasser.oldenburgFacebook: @wildwasser.oldenburgYouTube: @Wildwasser Oldenburg

App (Android und iOS): „Wildwasser Oldenburg e.V.“

Inhalte auf den Kanälen

Mittlerweile kümmert sich das Wildwasser-Team selbst um die Kanäle. Die Inhalte variieren dabei immer wieder. „Wir haben eine Mischung aus Fakten rund um die Themen sexualisierte Gewalt und Trauma, Tipps und Tricks, die gegen Stress helfen und Betroffene stärken sollen, aber auch Infos über uns und die Beratung als FAQ-Format“, sagt Nadine Finke. Allein auf Instagram folgen Wildwasser fast 400 Abonnenten. Auch auf Facebook und YouTube ist die Beratungsstelle vor Kurzem erfolgreich gestartet. „Wir sind total zufrieden mit der Resonanz und freuen uns über jede Person, die uns entdeckt und uns einen Kommentar, ein Abo oder auch Feedback hinterlässt“, sagt Birte Fuhrhop-Martenstein.

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Auswirkungen der Pandemie

Die Corona-Pandemie hat die Arbeit in der Beratungsstelle laut Ingeborg Wibbe, Fachberaterin bei Wildwasser Oldenburg, stark verändert. „Wir erleben in den Beratungen mit traumatisierten Klientinnen seit Pandemiebeginn eine Zunahme ihrer posttraumatischen Stressreaktionen. Durch die Krise werden Gefühle wie Hilflosigkeit und Kontrolllosigkeit ausgelöst, welche wiederum die alten Gefühle der Trauma-Erfahrung erwecken“, sagt Ingeborg Wibbe. Aktuell können jedoch alle Beratungsangebote – persönlich oder virtuell – bis auf die „Beratung ohne Voranmeldung“ weiterhin in Anspruch genommen werden.

Durch die Pandemie gestiegene Beratungsanfragen ließen sich aktuell noch nicht feststellen. „Die Zahlen sind seit einigen Jahren stabil auf einem konstant hohen Niveau. Wir erleben aber, dass Isolation und Kontaktsperren bei vielen Betroffenen als belastender empfunden wird, je länger die Situation andauert“, sagt Frauke Janßen.

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Ein weiteres Thema beschäftigt den Wildwasser Oldenburg e.V. auch besonders während der Corona-Krise. „Die Finanzierung unserer Fachberatungsstelle basiert zu einem großen Teil auf Spenden. Gerade während des ersten Jahres der Pandemie ist uns noch einmal bewusst geworden, dass wir unsere Fachberatung nur durch die große Spendenbereitschaft weiterhin in der bestehenden Form anbieten können“, sagt Frauke Janßen. Das Beratungsteam sei über jede eingehende Spende dankbar.

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