• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Arbeitsagentur-Chef freut sich über „Job-Boom“

06.07.2016

Oldenburg „Es boomt hier!“ Dr. Thorsten Müller, Chef der Oldenburger Arbeitsagentur, macht kein Hehl aus seiner Freude: Allein 2015 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in Oldenburg um 2335 oder 3,3 Prozent auf 80.283. Dabei sind die vielen Beamten, die in der Stadt arbeiten, noch nicht einmal mitgezählt. Nicht nur Müller wertet das als „positives Signal“ für die Stärke der städtischen Wirtschaft.

Pflegekräfte gefragt

Größter Wachstumstreiber waren dabei die Arbeitgeber aus den Bereichen Heimen und Sozialwesen, wo allein 441 zusätzliche Stellen geschaffen wurden. Das Wachstum gehe weit über die Einstellungen für die Flüchtlingsbetreuung hinaus, sagte Müller auf NWZ -Anfrage. Er erwartet auch langfristig einen hohen Bedarf an Pflegekräften.

Platz zwei des Oldenburger Stellenbooms haben die Unternehmen der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) inne, wo von Januar bis Dezember 2015 die Zahl der Beschäftigten um 415 stieg. Müller warnte davor, den Bereich Zeitarbeit abzuwerten: „Hier bieten sich sehr gute Chancen für Arbeitslose, den Sprung in die langfristige Beschäftigung in den Betrieben zu schaffen, wo sie als Zeitarbeiter anfangen.“ Die größte Nachfrage nach Leiharbeitern komme nach wie vor aus dem gewerblich-technischen Bereich.

Grafik: Hier entstanden 2015 am meisten neue Stellen

Beschäftigungsaufbau gibt es zudem auch im Handel, der traditionell zu den stärksten Branchen der Stadt gehört.

Aber es gibt auch Abbau-Branchen. So beschäftigten Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen am Ende des Jahres 245 Menschen weniger als zu Beginn 2015. Laut Agenturchef Thorsten Müller ist das vor allem eine Folge des veränderten Verhaltens von Kunden, die ihre Geschäfte zunehmend im Internet erledigten.

Beim Blick auf die Zahlen fällt auf, dass die Frauen in Oldenburgs Arbeitswelt vorn liegen: Sie besetzen 42.692 Stellen (53,2 Prozent), Männer hingegen „nur“ 37.951. Aber: Frauen arbeiten viel häufiger als Männer in Teilzeitstellen, berichtete Müller, vorwiegend im Handel und in der Dienstleistung. Insgesamt sind 34,2 Prozent oder 27.480 Stellen der sozialversicherungspflichtigen Stellen in Oldenburg Teilzeitarbeitsplätze.

Wenig Ausländer tätig

Übrigens: 95,5 Prozent der Arbeitsplätze in der Stadt werden von Deutschen besetzt, 4,5 Prozent von Ausländern – mit steigender Tendenz. Allein 2015 stieg die Zahl der hier beschäftigten Ausländer um 740 oder 25,9 Prozent auf 3598. „Die Betriebe decken ihren Bedarf zunehmend auf dem EU-weiten Arbeitsmarkt“, sagt Müller. Die meisten neuen Beschäftigten aus dem Ausland seien 2015 aus Polen gekommen.

Auch der Zuwachs der Beschäftigung in den Altersgruppen war unterschiedlich: Bei den unter 25-Jährigen gab es ein Plus von 3,6 Prozent, bei den 25- bis unter 50-Jährigen ein Plus von 1,6 und bei den über 50-Jährigen von 5,8 Prozent.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2102
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.