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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

TELEFONSEELSORGE: 24 Stunden für Menschen in Not erreichbar

24.12.2009

OLDENBURG Rund um die Uhr für Menschen in Not erreichbar – und zwar 365 Tage im Jahr: Gerade zu Weihnachten können persönliche Krisen Menschen seelisch in schwarze Löcher stürzen. Bei der Telefonseelsorge finden sie immer jemanden, der ihnen zuhört, der sie als Mensch annimmt und mit dem sie vielleicht gemeinsam einen ersten Schritt zur Problemlösung finden können. 103 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hören in vier Schichten pro Tag zu oder chatten im geschützten Raum, drei Viertel von ihnen sind Frauen. „Die TelefonSeelsorge in Oldenburg arbeitet ökumenisch“, erläutert Pastor Gerd Schmidt-Möck, der die Einrichtung leitet. Gegründet wurde sie 1974 von Kreispfarrer i.R. Carl Dierken, der auch bis 2001 die Telefonseelsorge aufbaute und an deren Spitze stand. Noch auf dem Jahrestreffen wurde das Verdienst des 80-Jährigen besonders gewürdigt. „Ohne sein Engagement gäbe es uns heute nicht in dieser Form“, sagt Pastor Schmidt-Möck.

20 000 Anrufe kamen bei der Oldenburger Telefonseelsorge im Jahr 2008 an. Daraus entwickelten sich etwa 15 000 Gespräche. Den Anrufern wird Anonymität zugesichert. Die Mitarbeiter fertigen kurze Gesprächsprotokolle an, in denen aber nur Vertrauten geläufige Kennziffern für bestimmte Themenbereiche notiert werden. „Die Gespräche werden immer länger“, berichtet Pastor Schmidt-Möck. Partnerschaftsprobleme, Mobbing, Leistungsdruck, Angst um den Arbeitsplatz gehören zu den immer wieder auftauchenden Bereichen, aber auch zunehmend die Einsamkeit der Menschen. Jüngere Menschen wenden sich ebenfalls an die Telefonseelsorge, etwa sehr junge Frauen, die ungewollt schwanger geworden sind. „Es melden sich auch immer mehr Menschen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das stimmt uns traurig.“ Auch das Thema Kinderarmut betrübt die Mitarbeiter der Telefonseelsorge.

Die Ehrenamtlichen werden gründlich ausgebildet, in psychologischen und kommunikativen Themen geschult. Das muss finanziert werden. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, hat die Telefonseelsorge nun einen Förderverein gegründet, der sich „WortWege“ nennt. Den Vorsitz hat Gisela Gräfin von Bothmer übernommen, Klaus Bultmann ist zweiter Vorsitzender. Um die Finanzen kümmert sich Jürgen Tippner und Schriftführerin ist Rita Wittmer. Zum Vorstand gehört überdies Pastor Gerd Schmidt-Möck.

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Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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