• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

So viel Geld bringen Fiffi, Bello & Co. Oldenburg ein

23.11.2015

Oldenburg Sie klimpert und klingelt, und sieht dazu noch schick am Halsband aus: die Steuermarke. Im Alter von drei Monaten bekommt jeder Hund seinen Ausweis und gehört damit dann auch ganz offiziell zu den 6058 Hunden in der Stadt – es ist ein erster Schritt zum Erwachsenwerden.

Der Großteil der in Oldenburg lebenden Hunde zählt zu den so genannten „Ersthunden“. Das bedeutet: Zu 93 Prozent lebt nur ein Hund mit im Haushalt. Im Jahr 2014 hatten 363 Hundebesitzer dann immerhin zwei Vierbeiner im Haus; nur 32 Bürger besaßen indes mehr als zwei.

Je mehr Hunde im Haushalt leben, desto höher fällt dann auch die zu zahlende Steuer fürs städtische Säckel aus. 108 Euro sind es pro Ersthund pro Jahr, 132 Euro für den zweiten Hund. Und für jeden weiteren Vierbeiner beträgt die Steuer bereits 168 Euro – wenn man da mal den ein oder anderen verschweigt, merkt das doch keiner, oder?

So einfach ist es nicht – die Stadt ist Steuerhinterziehern auf der Spur. Erstes Indiz für solch eine Ordnungswidrigkeit wäre eine fehlende Steuermarke.

Hohe Bußgelder

Stichprobenweise überprüft das Ordnungsamt Hundehalter beim Spazierengehen mit ihrem Tier. Wenn diese ihren Hund nicht angemeldet haben, können entsprechend Bußgelder auf sie zukommen. Ebenso kann passieren, dass die Beamten irgendwann vor der Tür stehen – allerdings nur, wenn es einen konkreten Verdacht gibt.

50 bis 60 Verstöße gehen jährlich bei der Stadt ein; dabei bewegen sich die Bußgelder bis hin zu mehreren hundert Euro. Da sind die beiden Hundedamen Tammy und Trixi echte Vorbilder, denn die Steuermarke tragen sie beim Gassi gehen ganz stolz an ihren Halsbändern. Ihre Frauchen Ruth Pelz und Heidgard Süthoff haben schließlich alles richtig gemacht.

So richtig entspannt ist das Hundeleben da trotzdem nicht. Schließlich müssen die Besitzer stets daran denken, die Marke außerhalb von Wohnung und Garten auch umzulegen. Das hat neben steuerlichen Gründen sogar einen weiteren Vorteil: Wenn der Hund verloren geht, kann er über seine Marke identifiziert und so dem Besitzer zurückgebracht werden.

Von der Steuer befreit

Im Jahr 2014 zählte die Stadt 21 steuerbefreite Hunde. Nutznießer einer Steuerbefreiung sind Hilfs- und Blindenhunde und damit ihre Besitzer. Darunter fallen aber auch die Hunde im Tierheim, Diensthunde städtischer Einrichtungen oder Sanitäts- und Rettungshunde.

650 000 Euro Steuereinnahmen kamen im Jahr 2014 insgesamt zusammen. Und das hat Gründe. Einerseits stellen Hundekot, Freilaufflächen, und erhöhte Risiken einen gewissen Mehraufwand dar, zum anderen soll die Steuer auch einer übermäßigen Hundehaltung entgegenwirken. Aus diesem Grund muss Herrchen für „Bello Nummer zwei“ und folgende auch tiefer in die Tasche greifen.

Nina Janssen
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

Weitere Nachrichten:

Ordnungsamt | Tierheim

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.