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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Abriss der Cäcilienbrücke besiegelt

06.04.2013

Oldenburg Tiefe Risse im Mauerwerk, rostender Stahl, herabhängende Stürze über den Durchgängen: Der Bauzustand der Cäcilienbrücke macht wahrlich keinen guten Eindruck. „Die Frage ist nicht ob etwas gemacht wird, die Frage ist wann“, sind sich Klaus Frerichs, Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest, und Torsten Stengel, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bremen, einig.

Bei einem Ortstermin am Freitagmittag führten die beiden Behördenvertreter den SPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Krogmann und Ulf Prange sowie dem SPD-Ratsfraktionsvorsitzenden Bernd Bischoff den Zustand der Brücke vor Augen. „Dass der Verfall so weit fortgeschritten ist, ist doch überraschend“, räumte Krogmann ein, der zuvor gefordert hatte, alle Lösungsmöglichkeiten eingehend zu prüfen. Der Politiker ist Mitglied im Unterausschuss „Häfen und Schifffahrt“ des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Niedersächsischen Landtags.

Drei Ingenieurbüros hatten im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Mauerwerkstürme, Gründung und Antriebstechnik untersucht (die NWZ  berichtete). Die Ergebnisse lassen laut WSA nur einen Abriss und Wiederaufbau zu. Der kostet ersten Schätzungen zufolge knapp zehn Millionen Euro. Eine Sanierung der 1927 eröffneten Cäcilienbrücke komme nicht infrage.

Ein sensibles Thema, das bei vielen Oldenburgern, die an „ihrer“ Cäcilienbrücke hängen, Emotionen schürt, wissen Frerichs und Stengel. Schon einmal war Mitte der 90er-Jahre über den Abriss der Brücke diskutiert worden, was in der Bevölkerung damals einen wahren Proteststurm auslöste. Ergebnis: Der Abriss wurde verworfen, das Wasser- und Schifffahrtsamt sorgte in den folgenden Jahren nur noch für die bauliche Unterhaltung der Brücke. Knapp 20 Jahre später besteht nun dringender Handlungsbedarf, hatte Stengel bei der Präsentation der Abrisspläne Mitte Februar gegenüber der NWZ  erklärt. Im schlimmsten Fall könne die Brücke beim Hoch- oder Herunterfahren irreparabel verkanten.

Als mögliches Vorbild für einen Neubau könne die Hasehubbrücke in Meppen dienen. Auf jeden Fall würden die Bürger, Verwaltung und Politik stark in die Planungen eingebunden, versprachen Frerichs und Stengel. Ende April/Anfang Mai werde zu einer Bürgerinformation eingeladen, zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, würden Fachleute den Besuchern Rede und Antwort stehen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv.de/oldenburg-stadt 
Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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