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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Energiekonzept elektrisiert

21.08.2018

Alexanderheide Der Verein Kompetenzzentrum Bauen und Energie (Kobe) fordert mit Nachdruck ein Energiekonzept für die Bereiche Strom, Wärme/Kälte und Mobilität mit einer möglichst hohen CO2 -Neutralität. Vereinsvorsitzender Rainer Heimsch wirft Oberbürgermeister Jürgen Krogmann vor, mit Hinweis auf die Einhaltung der Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden zu wenig für die Umwelt zu tun.

Dabei ist der Fliegerhorst nach Einschätzung von Heimsch die letzte große Entwicklungsfläche der Stadt. In den Arbeitspapieren zum „Masterplan Fliegerhorst Oldenburg-Zukunftsplan 2030+“ sei laut Heimsch gewünscht, dass neben den städtebaulich-freiräumlichen Anforderungen auch die Bereiche Nachhaltigkeit, Energie- und Wassermanagement sowie Selbstversorgung bedacht werden.

„Ein so großes Gebiet kann, ja muss auf der Grundlage eines intelligenten Gesamtkonzeptes geplant und entwickelt werden. Man kann nicht nur Investoren überlassen, was aus diesem einzigartigen Gelände wird“, teilt Heimsch mit.

„Ein Energiekonzept für alle Flächen des ehemaligen Fliegerhorstes durch Vorgabe der Stadt ist nicht vorgesehen“, heißt es dazu in einer Stellungnahme der Verwaltung. Gleichwohl stelle die Stadt die Gasleitungen bereit, um das im Masterplan „Fliegerhorst Oldenburg“ benannte Szenario umzusetzen. Demnach soll die Energie­versorgung in Form von vernetzten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (Schwarmsteuerung) auf Gebäude- oder Blockebene, vorzugsweise mit Gas als Energieträger oder auch Brennstoffzellen, soweit diese Tech­nologie verfügbar ist, erfolgen. Ergänzend sind dazu stromgetriebene Wärmepumpen (keine Erdwärmepumpen) in Verbindung z. B. mit einem lokalen Latentwärmespeicher („Eisspeicher“) und Stromerzeu­gung durch Nutzung von Photovoltaik sowie die Errichtung der Ge­bäude im Niedrigstenergie­standard möglich. Die Stadt überlässt allerdings die Umsetzung den Bauherren beziehungsweise Investoren. Und das missfällt Heimsch, zumal Oberbürgermeister Jürgen Krogmann einen Zusammenhang zwischen der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums und der Umsetzung des Energiekonzepts herstellt.

Laut Krogmann sehen die Richtlinien zur Vergabe der Grundstücke an Baugruppen und Bauträger ein Punktesystem für die Bewertung der Bewer­bungen vor. Ein Kriterium dabei sei die energetische Ausrichtung. „So kommt es bei der Bewerbung um die Grundstücke auch zu einem Wettbewerb um die besten Konzepte für effektive und innovative Energieversorgung“, verspricht der OB.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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