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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Politik erhebt schwere Vorwürfe gegen Bima

17.08.2018

Alexandersfeld Der Bundestagsabgeordnete Dennis Rohde (SPD) fordert eine „zügige Aufarbeitung des Lindan-Skandals“ in der „englischen Siedlung“ in Alexandersfeld. Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Hanna Naber und Ulf Prange (beide SPD) will Rohde eine „konsequente Aufklärung“ durch die Bundesanstalt für Immobilienangaben (Bima), der die Häuser in Alexandersfeld gehören. Die Bima betont unterdessen, für die Bewohner bestehe keine unmittelbare gesundheitliche Gefahr. Die Konzentration von Holzschutzmitteln in der Raumluft erreiche keinen Wert, der bei einer normalen Nutzung der Dachböden zu einer gesundheitlichen Gefährdung führe.

Rohde erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bima – und bringt personelle Konsequenzen ins Spiel. „Der Skandal um die Schadstoffbelastung auf den Dachböden ist ein neuer Tiefpunkt, aber leider nicht das erste Beispiel für schlechtes und mieterfeindliches Management seitens der Bima“, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. „Von erheblichen Schimmelproblemen bis zu falschen Nebenkostenabrechnungen war schon alles dabei.“ Im Oktober 2016 habe ihm der Sprecher des Vorstands der Bima schriftlich versichert, ihm seien keine Beschwerden der Mieter bekannt. Deswegen habe Rohde im Frühjahr 2017 gemeinsam mit Vertretern der Interessengemeinschaft der Bima eine Mängelliste übergeben.

„Leider muss ich feststellen, dass sich in der Kommunikation und in der Sache wenig gebessert hat“, kritisiert Rohde. Die von der Bima beauftragte Hausverwaltung, die Treureal GmbH, sei „offensichtlich vollkommen überfordert“. Vor diesem Hintergrund müssen sich „unbedingt nicht nur die Abläufe bessern – auch personelle Konsequenzen dürfen nicht ausgeschlossen sein“.

Rohde hebt das Engagement der Bürger hervor: Sich so zäh für die Siedlung einzusetzen, wie die Mieter es seit Jahren tun, sei gelebtes ehrenamtliches Engagement.

Hanna Naber und Ulf Prange haben nach eigenen Angaben in Gesprächen mit Umwelt- und Bauminister Olaf Lies sowie Sozialministerin Carola Reimann (beide SPD) um Unterstützung für die Anliegen der „englischen Siedlung“ geworben.

Die Bima signalisiert derweil Verständnis für die Kritik der Anlieger. Von einer Benachrichtigung der Mieter habe man abgesehen, da „die damals nicht ausreichenden Informationen zu unnötiger Verunsicherung geführt hätten“, teilt die Bima mit. In Bezug auf die Kommunikation ließe sich „aus heutiger Sicht sicherlich auch eine andere Vorgehensweise wählen“.

Die Bima kündigt an, weitere Untersuchungen in Auftrag zu geben und alles zu veranlassen, um „schnellstmöglich Klarheit zu gewinnen und eine Gefährdung der Mieter auszuschließen“. Nach Vorlage der endgültigen Ergebnisse würden mögliche Gefahrenquellen beseitigt.

Die Bima hat nach eigenen Angaben weitere „bauähnliche Wohngebäude“ aus der Bauzeit 1982 und darauffolgender Jahre auf Holzschutzmittelreste untersucht. In Oldenburg seien stichprobenweise Dachböden ähnlicher Wohngebäude überprüft worden. Dort gebe es aber keine Hinweise auf ähnliche Holzschutzarbeiten.

Das Gutachten über die Gift-Belastung war den Bewohnern bekannt geworden und hatte für massive Proteste gesorgt. Bereits in der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme zwischen der Bima und den Mietern gegeben.

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Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101
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