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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Von der Vision, auf 40 Quadratmetern zu leben

19.07.2018

Alexandersfeld „Je mehr ich besitze, desto mehr besitzen mich die Dinge“: Esben Fest will nicht von Dingen besessen werden. „Ich bin gern im Bully unterwegs“, sagt der 47 Jahre alte Internet-Designer und Web-Entwickler. „Auf sieben Quadratmetern habe ich alles, was ich brauche.“

Etwas größer darf das Tiny-House zwar sein, das der Oldenburger plant. Für ein Eigenheim ist die Fläche allerdings lächerlich gering. „Ich habe die Vision, auf 40 Quadratmetern zu leben.“

Das „winzige Haus“ kommt aus den USA

Tiny House („Winziges Haus“) ist ein Begriff aus den USA, wo die Bewegung entstand. Ziel ist es, günstig und Ressourcen schonend zu wohnen. Die Grenze liegt bei 40 m²; darüber spricht man von Mini-Haus.

In Oldenburg und Umgebung gibt es bislang keine ausgewiesene Baufläche für Tiny-Houses. Auf Campingplätzen werden Einzelfälle zum Teil geduldet.

Die Preise fangen bei unter 5 000 Euro an; Häuser mit modernen Energiesystemen kosten ein Mehrfaches. Die Häuser sind zum Teil mobil, das heißt sie können mit umziehen.

In Oldenburg trifft sich eine Gruppe Interessierter in Abständen zum Austausch. Interessenten sind willkommen. Anfragen per Mail an Esben Fest, info@tinyhousegroup.de

Zusammen mit zehn bis zwölf Gleichgesinnten will Esben Fest seine Vision verwirklichen. Von Anfang 30 bis Mitte 50 reicht die Altersspanne der Tiny-House-Freunde, die sich alle paar Wochen in Oldenburg treffen. Die Stadt hat auf dem Fliegerhorst, angrenzend an den Kleinen Bürgerbusch, eine Fläche für Mini-Häuser vorgesehen.

„Tiny House“ im Ammerland: Er baut sich ein Haus auf Rädern

Im nächsten oder übernächsten Jahr steht das Areal zum Kauf. Esben Fest hofft, dass die Vision bis dahin so konkret ist, um den Kaufvertrag unterschreiben zu können. Ob die Gruppe gemeinsam als Käufer auftritt, wie die Flächen aufgeteilt werden und welche Gemeinschaftsräume es gibt – das alles sei noch offen.

Joana Stratmann wären die 40 m², die Esben Fest für sich plant, schon viel zu viel. „Auf 15 bis 20 Quadratmeter kann man locker zu zweit wohnen“, sagt die 33 Jahre alte Grafikerin. Sie habe „Spaß am Gestalten“. Ihr aktuelles WG-Zimmer ist zwölf Quadratmeter groß. Das Bett lässt sich hochziehen, unter Podesten ist Stauraum. „Ich habe nicht das Gefühl, viel zu brauchen“, sagt die Oldenburgerin.

Für Joana Stratmann, die mit ihrem Lebensgefährten zusammenziehen will, wäre ein normales Einfamilienhaus „völlig überdimensioniert“. Ihr ist es wichtig, in Gemeinschaft zu leben, mit anderen Menschen Zeit zu verbringen, Dinge zu teilen. Der Einsatz regenerativer Energien ist selbstverständlich geplant. Schön wäre darüber hinaus eine Kleinst-Kläranlage, wie sie in Deutschland vielerorts gebaut wird, um teure Kanalbauten zu vermeiden. Am liebsten wäre Joana Stratmann autark. Doch das deutsche Baurecht schreibt einen Wasser- und Abwasseranschluss sowie Stromanschluss vor. „Leider.“

Eine Einschränkung machen die beiden: Sie benötigen zusätzlich zur Wohnfläche Lagerraum. Esben Fest ist Imker, „und für die Bienen brauche ich eine Menge an Ausrüstung“. Wenn, wie erhofft, eine Kooperation mit alternativen Wohngemeinschaften („Wohnhöfe“) zustande kommt – eine Fläche ist auf dem Fliegerhorst reserviert – würde die Tiny-House-Gruppe gern kooperieren.

„Ich will nicht extrem minimalistisch leben“, sagt Esben Fest, „sondern leben mit dem Fokus aufs Wesentliche.“

Blogbeiträge zum Thema Wohnen in Oldenburg bei Bonny & Claudia:

Oldenburg, deine Nachmieter

Oldenburg, dein Verkehrskollaps – oder: Nachmietersuche Teil 2

Die ungeheure Macht der Vormieter

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101
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