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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Alles zählt: Inventur oft noch Handarbeit

09.01.2017

Oldenburg Einige machen es noch per Hand und zählen Stück für Stück, manche haben eine permanente Bestandsaufname, wieder andere benutzen Scan-Geräte. Feststeht jedoch: Einmal im Jahr steht die Inventur an – egal ob manuell oder digital.

„Wir rauschen flott durch die Regale“, sagt Ulrich Bosselmann, kaufmännischer Leiter der Buchhandlung „Bültmann & Gerriets“. Seit 2013 werden die Codes der Bücher praktisch und schnell gescannt und verzeichnet – und das nebenbei, während der Betrieb läuft. Oben fangen die Mitarbeiter an und zählen die Bücher etagenweise. Mit dem Lager kommen sie auf 50 000 bis 60 000 Titel.

An diesem Tag werden nur Artikel, die keine Bücher sind (Nonbooks), von Hand gezählt und in eine Liste aufgenommen. Vor einigen Jahren sah das noch ganz anders aus: Da haben sich die B&G-Mitarbeiter jedes Jahr einen Sonntag lang Zeit genommen und gemeinsam alle Bücher manuell gezählt. Ganz gesellig sei das gewesen, dazu gab´s Bockwurst und Kartoffelsalat. „Das vermisse ich ein bisschen“, lacht Bosselmann.

Da einige Sonntage verkaufsoffen sind, ist das nicht mehr möglich. Im Lager wird bei der Inventur durchsortiert. „Wichtig ist, dass man sich von Sachen trennt, die dort länger als ein Jahr stehen.“

Zählen, messen, wiegen: Im Baumarkt „Cassens“ geht es nicht ganz so schnell. Dort zählen die Mitarbeiter ohne digitale Hilfe – und das wird vermutlich so bleiben. „Das ist bei uns gar nicht machbar“, sagt Geschäftsführer Torsten Schneermann, „nicht jeder Stein hat einen Strichcode.“ Teilweise wird die Ware stückweise verkauft. Zwei Tage lang zählen die Cassens-Mitarbeiter Ende Dezember jeden Jahres im Lager – Anfang des Jahres geht es an die Schrauben im Baumarkt.

Obwohl eine Inventur in manchen Betrieben eher lästig ist, hat sie für den Handel Vorteile. „Wir sind vom Gesetzgeber verpflichtet, den Bestand einmal im Jahr zu prüfen“, so Lars Meyer, Prokurist von „Bruns“. Im Bekleidungsgeschäft durchläuft das Inventurteam innerhalb von zwei Wochen alle zehn Abteilungen. „Es entstehen übers Jahr immer wieder Differenzen“, zum Beispiel durch Diebstähle. Eine Inventur sorge hier für eine bessere Übersicht.

Andreas Fricke, Leiter der Herren-Abteilung im Modehaus „Leffers“, stellt den Nutzen der jährlichen Inventur heraus. Betriebe könnten generell Schwachpunkte entdecken und diese beheben, so Fricke. Scangeräte vereinfachen das Zählen. „Wir haben relativ moderne und schnelle Endgeräte“, erläutert der Abteilungsleiter, doch obwohl alles gescannt wird, müssen die Mitarbeiter immer noch Körpereinsatz zeigen.

Jeder einzelne Artikel wird zum Scannen angefasst. Insgesamt helfen 150 bis 200 Mitarbeiter dabei aus. So wird die Zählung bei „Leffers“ oft an einem Abend geschafft und ist damit relativ schnell erledigt.

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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