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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Porträt: Als Berater und Motorradfahrer viel unterwegs

16.08.2016

Oldenburg Ein Blickfang sind die Bilder – neben moderner Kunst schmücken Fotos klassischer Oldtimer die Wände. Oldtimer: eines der Hobbys von Dr. Gerhard Kircher, bis 2015 Präsident des Oberlandesgerichts Oldenburg. Viele dieser Autoklassiker hat er besessen, aber auch wieder verkauft. Ein Alfa Romeo Bertone GTV, Baujahr 1975, gehörte ebenso dazu wie ein Triumph TR 6 oder ein Austin Healey im typischen „British Racing Green“. Heute steht noch eine „Ente“ Citroën 2 CV, die „Charleston-Ente“, in der Garage.

Auch das Wohnhaus des Ehepaares Gerhard und Roswitha Kircher ist ein Blickfang. Walter Gropius wäre begeistert gewesen: Architektur im Bauhausstil.

Gerhard Kircher, Jahrgang 1948, mag formell „Ruheständler“ sein, tatsächlich begegnet einem eine Persönlichkeit, die in nichts an jemanden im Ruhestand erinnern lässt. Kircher hatte eigentlich Medizin studieren wollen, folgte dann aber dem Rat seines Vaters und entschied sich für die juristische Laufbahn. Er studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Gießen, Freiburg und Marburg. Nach Stationen am Landgericht Osnabrück, an der Universität in Münster, dann in den neuen Bundesländern und im Niedersächsischen Justizministerium in Hannover kam Kircher 2004 als Präsident des Oberlandesgericht nach Oldenburg. Neben seiner richterlichen Tätigkeit sah er es vor allem als seine Aufgabe an, die Arbeitsabläufe zeitgerecht zu modernisieren. Nach wie vor bedauert er es, dass aus dem von ihm so sehr gewünschten Justizzentrum nichts geworden ist. „Hier hat man die einmalige Gelegenheit verpasst, alle Einrichtungen der Oldenburger Justiz an einem Standort zusammenzufassen, von Synergieeffekten zu profitieren und gleichzeitig das Gerichtsviertel architektonisch aufzuwerten“, sagt er.

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Aber Gerhard Kircher schaut nach vorn. Und da hat er noch viel zu tun. Er ist Vorsitzender der Bauschlichtungsstelle bei der Handwerkskammer, und er ist für die „Deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit (IRZ)“ tätig, die Partnerstaaten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie Staaten Zentralasiens bei der Reformierung des Rechtssystems und des Justizwesens berät. In dieser Funktion war er bereits in Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und in der Ukraine, für deren Gerichtsverfassungsgesetz er kürzlich ein Gutachten erstellt hat. Seit dem 1. Juli ist Dr. Kircher als Rechtsanwalt in Oldenburg zugelassen.

Die Freizeit kommt dennoch nicht zu kurz. Reisen gehen gern auf die Kanaren aber auch in die übrige Welt. Ein Theater-Abo gehört ebenso dazu wie sein vielfältiges sportliches Interesse. „Ich bin ein begeisterter Schwimmer und Taucher – eine Wasserratte“, sagt er und fügt hinzu, dass Basketball und Hand- und Fußball zu seinen großen Interessen gehören. Eine Dauerkarte für die EWE-Baskets hat er ebenfalls.

Außerdem hat er eine Vorliebe für alles Technische. „Ölwechsel ist eine meiner leichtesten Übungen. Ich habe auch schon eine Lambda-Sonde am Smart meiner Frau ausgewechselt“, berichtet er nicht ohne Stolz. Und ab und zu spielt er auf seinem mit Jugendstilornamenten geschmückten Klavier.

Ein besonderer Höhepunkt war für Gerhard Kircher eine 5000 km lange Motorradreise gemeinsam mit zwei Freunden nach Marokko – mit dem Motorrad. Es ging zunächst nach Genua, von dort mit dem Schiff über Barcelona nach Tanger und weiter bis ins Atlas-Gebirge.

„Meiner Frau und mir geht es gut“, sagt er zusammenfassend, fügt dann aber doch noch einen „Wermutstropfen“ hinzu. „Ich hätte mir nach so vielen Jahren im Justizdienst und insbesondere am Oldenburger Oberlandesgericht eine zeitnahe Verabschiedung durch die Justizministerin gewünscht. Dazu ist es leider nicht gekommen, darüber bin ich schon enttäuscht.“ Doch wenn er sich dann für ein Foto auf sein Motorrad setzt, an die schönen Touren denkt, dann strahlt er mit der Sonne um die Wette.

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