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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Als Radfahrerstadt weit vorn?

30.05.2017
Betrifft: „Radler: Prima Klima oder viel heiße Luft?“ (NWZ vom 23. Mai); „Wir sind besser als Aachen und Bielefeld“ (NWZ vom 22. April)

Nur Platz vier, das klingt irgendwie nach einer Neiddebatte: Da fragt die NWZ die zuständige Dezernentin zum Thema Rad, und die meint dazu: „Anreize müssen geschaffen werden“.

Warum erst jetzt, warum nicht schon früher, und welche könnten das sein? Ich kenne für Oldenburg kein (öffentliches) Fahrradkataster, in dem z.B. die Verkehrsbeziehungen im Wegenetz in ein Verhältnis zu dem Zustand, den Hindernissen und der Fahrtendauer gesetzt sind. Dann gibt es Defizite und es muss sich niemand wundern, wenn nicht der erste Platz erreicht wird.

Wer nicht richtig analysiert und daraus ein gutes Konzept entwickelt und umsetzt, kann keinen Erfolg haben. Der Stadtbaurat von Göttingen konnte jetzt einen solchen in vielen Interviews ausgiebig genießen. Das gilt es doch anzuerkennen. Noch was zu dem Hinweis in dem Artikel, dass Oldenburg zu einer „fahrradfreundlichen Kommune“ zertifiziert wurde: dieser Pokal wird von der „AGFK“ verliehen, einem Verein, in dem 44 (ausschließlich) Kommunen (Niedersachsen) Mitglieder sind. Diese halten sich allesamt für fahrradfreundlich, und deshalb überreichen sie sich alljährlich einen Pokal: „fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen“.

Auf meine Bitte, mir doch einmal die Oldenburger Begründung zur Verfügung zu stellen (Oldenburg hat den Pokal meines Wissens ja wegen zwei Wärmebildkameras bekommen), ist der Schirmherrn (Lies) nicht eingegangen, noch wurde von der im Landtag für Verkehr zuständigen Oldenburgerin und vom Ratsausschussvorsitzenden Verkehr überhaupt geantwortet. Soviel noch mal zum Thema Hintergrundwissen.

Manfred Murdfield
Oldenburg

 Ich kann es nicht mehr hören, die Verknüpfung der Attraktivität der Stadt mit ihrer Erreichbarkeit per Auto.

Der Handel in der Innenstadt darf keinen Schaden nehmen und deshalb ist ein Ausbau des Parkhauses am Waffenplatz nötig und ein Tempolimit auf 30 km/h nicht tragbar.

Diese Argumentation hält sich ohne unterstützende Studien und dass es gegenteilige Studien und Beispiele gibt, ja sogar gegenteilige Zielvereinbarungen, wird immer verschwiegen.

Ziel lebenswerter Städte soll es sein, eine maximale Verringerung der Treibhausgasemissionen des städtischen Verkehrs zu erreichen, bei gleichzeitig deutlicher Erhöhung der Lebensqualität im urbanen Raum.

Dafür sollen Städte Fußgänger als Straßenverkehrsteilnehmer mehr berücksichtigen und den Radverkehr, öffentlichen Personennahverkehr und Carsharing stärken. So sieht es die Bundesregierung und hat deshalb das Ziel „Emissionsfreie Innenstädte 2030“ formuliert und auch einen Umsetzungsplan entwickelt.

Ebenso hat die Stadt Oldenburg Ziele und Maßnahmen im „Strategieplan Mobilität und Verkehr“ vom 31. März 2014 festgehalten.

Dort steht beispielsweise, dass das P+R-Angebot gestärkt und auch City-Bikes zur Verfügung gestellt werden sollen.

Beides wurde bislang nicht umgesetzt.

Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass Touristen gern ihr Auto abstellen und mit dem Rad die Innenstadt und Umgebung erkunden. Dass auch Radfahrer zahlungskräftige Kunden sind, belegen ebenfalls Studien.

Die Stadt der Zukunft ist eine Fahrradstadt, so heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes vom 15. Juni des vergangenen Jahres.

(...)

Nadine Engel
Oldenburg

 Wer den stadtplanerischen Irrsinn in Reinkultur erleben möchte, fahre die Ammerländer Heerstraße stadtauswärts. Fast an jeder Kreuzung wechselt die Beschilderung für den linken Radweg: Entweder ist Radfahren explizit verboten oder explizit erlaubt.

Völlig irre, den Radweg zwischen Haarenfeld und Uhlhornsweg linksseitig freizugeben.

Steht hier doch die wohl am stärksten frequentierte Bushaltestelle der Stadt (hinter ZOB und Lappan).

Auf der linken Seite zu fahren ist fast immer gefährlich und gehört verboten!

Andreas Riese
Rastede

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