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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Alte Pekol-Halle steht vor dem Abriss

01.03.2014

Oldenburg Der Verein für Verkehrsgeschichte hat keine Heimat mehr: Nach jahrelangem Streit mit der Supermarktkette Aktiv & Irma schaffte Vorsitzender Hans-Joachim Luckau die letzten historischen Busse raus aus der ehemaligen Pekol-Halle an der Alexanderstraße. Wäre dies nicht geschehen, hätte ein Gerichtsvollzieher die fünf verbliebenen Oldtimer versteigert. Denn schon vor Monaten war die letzte Frist zur Räumung verstrichen.

Für den Verein hat der Streit aber noch ein Nachspiel. Das Unternehmen Aktiv & Irma hat seine im vergangenen Herbst in der NWZ angekündigte Forderung nach Schadensersatz jetzt in die Tat umgesetzt. Weil sich der Bau des Einzelhandelszentrums wegen des Hallenstreits um etliche Monate verzögerte, entstand der Supermarktkette nach Angaben der Geschäftsführung ein Schaden von rund einer Million Euro. Eine Rechnung über diese Summe sei dem Verein in den vergangenen Tagen zugegangen, bestätigte Jochen Rehling, Projektentwickler bei Aktiv & Irma. Luckau wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

Wie berichtet, hatte die Supermarktkette das Grundstück an der Alexanderstraße gekauft, um ein Einzelhandelszentrum zu bauen. Ursprünglich war die Fahrzeughalle mit den alten Bussen in die Planung einbezogen. Es kam aber zum Streit wegen der Dachsanierung. Deswegen musste der Baubeginn immer wieder verschoben werden. Letztlich kündigte das Unternehmen den Mietvertrag fristlos und verklagte den Verein auf Räumung des Geländes. Gerichte bestätigten die Kündigung.

Wo sich die zuletzt aus der Pekol-Halle geräumten Oldtimer (vier verrostete Busse und ein Feuerwehrwagen) inzwischen befinden, will Luckau nicht verraten. „Sie sind an einem sicheren Ort“, sagt er nur. Der Verein kümmere sich um die als Kulturdenkmäler eingestuften Busse.

Derweil plant Aktiv & Irma den Abriss der 4000 Quadratmeter großen Pekol-Halle. In Gesprächen mit der Stadtverwaltung soll die künftige Nutzung des Areals geklärt werden. Jochen Rehling stellt sich den Bau eines großen Wohn- und Geschäftshauses vor. Bis zu 40 neue Wohnungen könnten dort entstehen.

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