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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Gesellschaft: Altes Radio und Selbstwertgefühl in Gang gebracht

12.10.2015

Oldenburg Einen Pürierstab selber reparieren? Das Fahrrad wieder zum Laufen bekommen, ohne viel Geld in der Werkstatt zu lassen? Unmöglich – denken zumindest die meisten, denn das bedeutet kleben, löten und geduldig sein. Wer allerdings einmal mit einem eigens repariertem Handy, Rad oder Pürierstab das Repair-Café verlässt, weiß es besser.

Am Sonnabend halfen ehrenamtliche Fachleute in den Räumen des Staatstheaters in der Baumgartenstraße wieder einmal dabei, Altes in Schuss zu bekommen. Etwa 40 Helfer bieten hier regelmäßig ihr Können an. Da schrauben junge Mädels selbst am Fahrrad, und die Herren wissen nach dem Besuch im Repair-Café, wie sie in Zukunft ihren Verstärker zu Hause reparieren können. Sogar eine Art „Körperreparatur“ gibt es dieses Mal mit einem Yoga Kurs.

„Hier findet ein Umdenken statt“, sagt Mitorganisatorin Viola Fetz. Heutzutage sei es einfacher, einen kaputten Pürierstab durch einen neuen zu ersetzen. Einfach ist aber auch langweilig, und ein bisschen Revolution und Trotz stärkt das Selbstwertgefühl. „Die Leute nehmen nicht nur ein funktionierendes Gerät mit nach Hause, sondern sind erstaunt, dass sie es reparieren konnten. Das ist ein richtiges Erfolgserlebnis“, ist Fetz überzeugt.

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Manfred Beckers hat sein altes Kofferradio mitgebracht: „Der Lautstärkeregler kracht.“ Da ist er bei Horst Sander an der richtigen Stelle. Als ehemaliger Physik- und Techniklehrer löst er ein paar Schrauben und schon ist das Gerät auseinandergebaut; sein erstes Radio reparierte Sander im Alter von 13 Jahren. Er gibt Kontaktspray auf den Lautstärkeregler, dann prüft er die Polung: „Da kommt Plus an.“ Das Radio ist noch nicht zusammengesetzt, trotzdem läuft es schon wieder. „Jetzt muss ich es nicht wegschmeißen“, freut sich Beckers. Dasselbe will er zu Hause an seinen alten Verstärkern ausprobieren und bekommt dafür eine kleine Anleitung vom Spezialisten.

Menschen, die über alternative Lebensformen nachdenken – die suchen Melanie Hinz und Verena Lobert von der Frl. Wunder AG, und stellen dafür ihr neues Projekt „Die Wanderung in ein Leben nach der Arbeit“ beim Repair-Café vor. Es geht um Menschen, die der leistungsorientierten Arbeitswelt nicht mehr standhalten können oder wollen. Ihre Geschichten sollen in kleine Szenen einstudiert und auf einer Wanderung durch die Stadt erzählt werden. „Die Arbeit hängt stark mit der Identität eines Menschen zusammen. Alles andere liegt außerhalb gesellschaftlicher Normen“, erläutert Hinz. Um dieses Arbeitsmodell in Frage zu stellen, startet im April 2016 diese ganz spezielle Vorstellung, „eine Art Pilgerreise“, so Hinz.

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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