• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Volksbank mit hoher Dividende

15.06.2018

Ammerland /Oldenburg Mit deutlichen Worten hat Volksbankvorstand Matthias Osterhues während der Vertreterversammlung in den Weser-Ems-Hallen die Pläne der EU kritisiert, nach denen die deutschen Bürger die hohen Schulden anderer Länder ausgleichen müssen. Osterhues: „Wir bekennen uns zu europäischen Reformen, aber: Europa darf sich nicht weiter zu einer Transferunion verwandeln. Im Interesse der Sparerinnen und Sparer in Deutschland darf es nicht zu einer Vergemeinschaftung der Einlagensicherungssysteme kommen.“

Zumal es in der EU kein einheitliches Insolvenzrecht gebe und sich marode Kredite bei einzelnen Banken in den Nachbarländern in Höhe von fast 1 Billion Euro angesammelt hätten. Hinzu kämen die hohen Bestände an Staatsanleihen in einigen Bilanzen bei europäischen Banken, die teils hohen Schwankungen unterlägen. Neue fiskalische Krisen in einigen Ländern seien nur eine Frage der Zeit.

Der genossenschaftliche Sektor in Deutschland sei dagegen nicht nur die ertragsstärkste, sondern die am besten kapitalisierte Bankengruppe in Europa.

Jenseits dieser Kritik hatten die Vorstände Matthias Osterhues und Reinhard Nannemann ausschließlich Positives zu vermelden. Die Volksbank ist im Kundengeschäft weiter gewachsen, sie hat ihre Erträge ausgeweitet und ihre Aufwendungen weitgehend stabil gehalten. Osterhues: „Die Risikosituation ist völlig entspannt.“ Damit ist die Volksbank erneut in der Lage, ihren Mitgliedern eine hervorragende Dividende von 6 Prozent zu zahlen. Die Bilanzsumme stieg um 5,5 Prozent auf 696 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss konnte trotz der Niedrigzinsphase von 15,9 auf 16,7 Mio. Euro ausgebaut werden. Das Betriebsergebnis vor Bewertung wurde um 1,6 Mio. Euro auf 8,0 Mio. Euro gesteigert. Erwirtschaftet wurde ein Jahresüberschuss von 1,8 Mio. Euro. Die Kundeneinlagen sind 2017 um 20 Millionen auf 539 Millionen Euro gestiegen (3,9 Prozent). Die Einlagen sind bei Genossenschaftsbanken zusätzlich durch einen eigenen Institutsschutz „vollumfänglich abgesichert“, so Osterhues.

Die Volksbank will auch künftig keine Negativzinsen im Privatkundenbereich berechnen, so der Bankvorstand, der aber zu einer angemessenen Streuung rät, zu der neben kurzfristigen Bankeinlagen und festverzinslichen Wertpapieren Anlagen in Sachwerten wie Immobilien und Aktien gehörten.

Die Kundeneinlagen fließen im regionalen Geschäftsgebiet als Kredite zurück. Die Kundenforderungen wuchsen auf 506 Mio Euro (um 23 Mio Euro). In den vergangenen zehn Jahren wurden die Kundenforderungen an der Bilanzsumme von 58,8 auf überdurchschnittliche 72,7 Prozent ausgebaut. Bei der privaten Immobilienfinanzierung betrug das Neugeschäft über 49 Mio. Euro – für die Begleitung von über 300 Familien. Das Kundenwertvolumen (gesamte Kunden-Geschäftsbeziehung) wurde auf 1,435 Milliarden ausgeweitet (um 5,6 %).

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2110
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.