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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

150 Telekom-Mitarbeiter bangen um Jobs

25.06.2015

Oldenburg „Erleben, was verschwindet“, so hatten einige Mitarbeiter ihre Protestplakate am Mittwoch in Anlehnung an den Telekom-Werbespruch „Erleben, was verbindet“ getitelt. Tatsächlich gibt es derzeit nur wenig echte Bindung zwischen der Telekom-Führungsetage und dem Technischen Service in Oldenburg. Die eine Seite plant eine Marktbereinigung im großen Stil und die Reduzierung aller bundesweiten Standorte von 153 auf 23. Die Telekom verspricht sich dadurch eine größere Servicequalität und mehr Wirtschaftlichkeit im Innendienst (NWZ  berichtete). Was bei Beschäftigten in Oldenburg aber ankommt, wirkt weniger begeisternd: Totaler Rückzug aus der Region, Vernichtung von Arbeitsplätzen, Gefährdung des Ausbildungsstandortes.

Zeit bis 2019

Es könnte vielleicht auch damit zusammenhängen, dass die Gewerkschaft Verdi dieses Bild so vermittelt. Bei der Protestaktion am Mittwoch – in der Servicezentrale an der Ammerländer Heerstraße – wurde noch von 18 verbleibenden Standorten gesprochen, und auch von einer Schließung des Technischen Services in Oldenburg binnen zwei Jahren. Tatsächlich basierten die Verhandlungen zwischen Verdi und Telekom jüngst auf einer Verweildauer von vier Jahren. Sprich: Bis 2019 hätten die Mitarbeiter damit Zeit, sich um alternative Arbeitsplätze zu bemühen, vielleicht sogar für eine andere Abteilung fernab des Innendienstes zu entscheiden. Denn nur um diesen dreht es sich bei der aktuellen Debatte. Ausschließlich.

Der Ausbildungsstandort Oldenburg indes, so die Befürchtung hiesiger Mitarbeiter, sei nicht betroffen, wies Telekom-Sprecher Peter Kespohl ähnliche Gerüchte deutlich zurück. Es sei richtig, dass der Tarifvertrag zur Ausbildung am Ende des Jahres auslaufe und neu beraten werden müsse. Das habe aber nichts mit den strukturellen Veränderungen beim Technischen Service zu tun.

Unterstützung von Rohde

Bundesweit befinden sich rund 10000 Mitarbeiter im Innendienst der Telekom, davon 150 in Oldenburg. Die müssten sich um ihre Zukunft keine Sorgen machen, denn: „Jeder Mitarbeiter bekommt einen Arbeitsplatz angeboten, er kann unter den 23 Standorten frei wählen“, so Kespohl auf NWZ -Anfrage. Darunter seien auch die Standorte Bremen, Hannover und Hamburg. Für Verdi ein Unding. Deren Branchensekretär Hanno Harms wetterte vor den Beschäftigten: „Die planen doch, dass Ihr das Angebot nicht annehmt! Soll man täglich vier Stunden im Zug oder im Auto sitzen, um zur Arbeit zu kommen?“

Auch Dennis Rohde (SPD), Mitglied des Bundestags, kam an seinem Geburtstag zu den Protestierenden und garantierte ihnen volle Unterstützung: „Das Angebot der Telekom ist vergiftet – ich verspreche, ich werde die Telekom da nicht in Ruhe lassen, bis das geklärt ist!“

Wie der Stand der Dinge im Fall des Technischen Services ist – darüber will die Telekom ihre Mitarbeiter Ende der kommenden Woche umfassend informieren. Die Verhandlungen mit Verdi laufen derweil weiter.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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