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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Auf dem Rohdenhof wächst Zuversicht

18.12.2015

Oldenburg Der Arbeitsmarkt hat sich in der jüngsten Vergangenheit günstig entwickelt, allerdings hat eine Klientel des Jobcenters von diesem Trend wenig bis gar nicht profitiert: Langzeitarbeitslose – also Männer und Frauen, die ein Jahr und länger auf der Suche nach einer Beschäftigung sind. Im Geschäftsbezirk Oldenburg der Arbeitsagentur betraf das im November 3202 Menschen und damit rund 42 Prozent der Arbeitslosen insgesamt.

Sie wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen, ist das Ziel eines neuen Qualifizierungsprojektes, das Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Donnerstag in Tweelbäke am Rohdenweg offiziell eröffnete. Als Projektträger fungiert das vom Jobcenter beauftragte Oldenburger Unternehmen „bbf sustain“. Auf dem Resthof, das „bbf sustain“ mitsamt Nebengebäuden und einem Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche von der Stadt angemietet hat, werden Gemüse und Obst angebaut sowie Elektrogeräte und Fahrräder repariert.

Krogmann war voll des Lobes: „Es ist weiterhin wichtig, – trotz der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt – gezielte Angebote für Langzeitarbeitslose zu machen. Mit diesem Projekt wird eine große Zahl von Menschen erreicht, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben. Deren Fähigkeiten werden hier verbessert.“ Das Jobcenter finanziert das Projekt zu 100 Prozent.

„Wir sind im Juli mit sieben Teilnehmern gestartet“, berichtet Torben Böhle, Geschäftsführer von „bbf sustain“. Aktuell sind 37 Langarbeitslose und sechs Anleiter dabei, das Konzept „Rohdenhof – wir.für.uns“ tatkräftig umzusetzen. „Es geht vor allem erst einmal darum, den Tagen wieder Struktur zu geben und über Erfolgserlebnisse Selbstvertrauen zu schaffen. Die Teilnehmer sollen sich und anderen Bedürftigen helfen“, so Böhle. Erste Erfolge zeichnen sich ab: „Die Fallmanager im Jobcenter sind überrascht, wie motiviert ihre Schützlinge sind“, freute sich Torben Böhle.

So ist eine Gruppe damit befasst, die Ackerfläche für die landwirtschaftliche Nutzung im kommenden Jahr vorzubereiten. Für den gemeinsamen Mittagstisch, den eine andere Gruppe zubereitet, sollen Lebensmittel angebaut werden. Ein großes Gewächshaus zum Vorziehen der Pflanzen wurde bereits errichtet. Auch Blumen und Zierpflanzen zur Verschönerung des Anwesens werden gezogen und ab dem nächsten Jahr Kleintiere wie Hühner und Kaninchen gehalten.

Einige Bienenvölker werden ab Frühjahr 2016 den „Rohdenhonig“ für die gemeinsame Versorgung produzieren, der dann neben selbst gemachten Marmeladen und Säften den Frühstückstisch bereichert, kündigt Böhle an.

Wieder andere Projektteilnehmer sind für den Betrieb des neuen Backhauses zuständig, das Heiko Wosnitza, Michael Heick und Nicolai Driebold errichtet haben. Für das gemeinsame Frühstück soll hier frisches Brot gebacken werden. Krogmann war es am Donnerstag vorbehalten, den letzten Zapfen in das Fachwerkhäuschen zu schlagen. Außerdem enthüllte der OB das Namensschild „Heinz“. Benannt wurde das Gebäude nach dem ehemaligen Stadtjugendpfleger Heinz Backhaus, der „bbf sustain“ bei der Suche nach einem geeigneten Projekt auf den Rohdenhof aufmerksam gemacht hatte.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt 
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Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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