• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bei ihnen sind stillende Mütter willkommen

27.01.2017

Oldenburg Wer Hunger hat, muss essen. Natürlich. Oder? Wenn Säuglinge nach der Brust ihrer Mutter schreien, werden sie gestillt. Am besten an einem ungestörten Ort – wo sich keiner aufregt. Über Entblößung, Tabubrüche, nackte Haut.

Große Übersicht: Offene Türen für Stillende

Stillende Frauen in Cafés, Restaurants, Geschäften, Bussen oder öffentlichen Einrichtungen sorgen immer wieder für Diskussionen. Manche Mütter werden angefeindet, beleidigt, herausgebeten. „Wo bleibt da die Solidarität, die Menschlichkeit?“, fragt Hilke Schauland. Die Kreissprecherin des Hebammenverbands Niedersachsen setzt sich mit ihren Kolleginnen seit vielen Monaten für mehr Akzeptanz ein. Die natürlichste, ursprünglichste und gesündeste Art der Kinderernährung soll nicht hinter verschlossenen Türen wie eine peinliche Heimlichkeit passieren. Im Frühjahr 2016 haben die Hebammen rund 150 Läden in der Fußgängerzone besucht und gefragt: „Sind Stillende hier willkommen?“

Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus. Für einige Geschäftsinhaber ist das öffentliche Brustgeben so selbstverständlich, dass sie sofort den blau-weißen Piktogrammaufkleber an die Tür gepappt haben. Der Sticker soll Müttern zeigen, dass sie mit ihren Säuglingen nicht stören. Manche Ladenbetreiber und Gastronomen brauchten Bedenkzeit. Letzten Oktober sind die Verbandshebammen noch einmal auf Tour gegangen, haben Bestandsaufnahme gemacht und hartnäckig-höflich gefragt, wie die Haltung nun ist.

Den rund 30 Läden mit Piktogramm haben sich nun auch die städtischen Museen angeschlossen. „Als symbolische Geste“, sagt Nicole Deufel. Für die Leiterin des Amtes für Museen sind Eltern mit Kindern selbstverständlich gerngesehene Gäste. „Museen sind außerdem ruhige Orte. Das bietet sich an zum Stillen“, sagt sie. Marcel Schwierin verweist auf die bequemen Sofas zwischen den Installationen im Edith-Russ-Haus und Andreas von Seggern schwärmt: „Kinderlärm ist Zukunftsmusik.“ Hilke Schauland, die sich über viele kleine Schritte auf dem Weg zu einer stillfreundlichen Stadt freut, wird ihre Ziele weiter verfolgen. Hunger nach Toleranz lässt sich natürlich nicht so einfach stillen.

Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2106
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.