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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Auf den Spuren der gelben Quietscheente

15.12.2016

Oldenburg Ob Tobias Djuren Donovan Hohns Buch „Moby-Duck“ gelesen hat? Hohn folgt darin der Spur von 28 800 Spielzeug-Badeenten, die Anfang der 90er Jahre als Frachter-Ladung im Pazifischen Ozean verloren gegangen sind. Manche von ihnen treiben immer noch auf dem Meer, teilweise mit verheerenden ökologischen Folgen. Eine gelbe Quietscheente kommt auch in Tobias Djurens Video „Kein Plastik Meer!“ vor. Mit dem Film hat sich der Abiturient des Neuen Gymnasiums Oldenburg (NGO) – hier absolvierte er in diesem Jahr seine Reifeprüfung – erfolgreich am Webvideo-Wettbewerb „Fast Forward Science“ beteiligt. Auch im Werk des 19-jährigen Oldenburgers geht es wie bei Donovan Hohn darum, wie ökologisch alles miteinander verstrickt ist: Meer und Mensch.

Der Wettbewerb war von der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ (WiD) und dem „Stifterverband für die Deutsche Wirtschaft“ bundesweit ausgeschrieben worden. Beim „9. Forum Wissenschaftskommunikation“ in Bielefeld wurde Tobias Djuren jetzt mit dem 1. Preis in der Spezialkategorie „MeerWissen“ ausgezeichnet. Als Belohnung wird der 19-Jährige im nächsten Jahr bei einer Expedition mit einem Forschungsschiff direkten Einblick in die Meeresforschung erhalten. Begleiten werden ihn dabei Wissenschaftler des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel.

Tobias war als Oberstufenschüler in seinen Sommerferien im Biosphärenreservat Rügen auf Spurensuche gegangen. Die einzelnen Aufnahmen von Plastikflaschen, Tüten und anderem Müll wachsen in seinem Video zu einem Fußabdruck zusammen – eine Abwandlung des oft zitierten Carbon Footprint. Der Plastik-Fußabdruck des Menschen hinterlässt im Meer eine Spur, die nicht so leicht vom Wasser fortgewaschen werden kann. Deshalb sitzt auch die Quietscheente, die zunächst auf dem Meer treibt, kurz darauf neben einem gebratenen Fisch auf dem Teller. Über unsere Nahrung nehmen wir schließlich Rückstände von Plastik aus dem Meer auf.

Der Jury hat gefallen, wie in dem Film eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema Plastikmüll stattgefunden hat – und das unter dem Wagnis, ohne erklärende Kommentare zu arbeiten. Durch Collage-artige Perspektivwechsel zwischen konkreten Orten, Mikroskopaufnahmen von Mikroplastik und dem planetarischen Blick aus dem All – die gelbe Ente schwimmt am Schluss sogar auf dem ganzen Erdball – zeige Tobias Djuren, dass Plastikmüll auf einem umfassend vernetzten Planeten immer auch ein globales Problem ist, loben die Juroren.

Der Oldenburger studiert mittlerweile Medieninformatik in Berlin. In seiner Schulzeit am NGO hatte er sich intensiv mit dem Thema des Plastikmülls im Meer beschäftigt. Tobias erstellte bereits 2014 erfolgreich eine Fotoarbeit zum Thema „Plastikmüll im Meer“ (1. Platz im Wettbewerb „NachHALT!igkeit“ des Edith-Ruß-Hauses für Medienkunst), fertigte im Jahr 2015 seine Facharbeit zu Analysemethoden für Mikroplastik an (2. Platz im Themenbereich Physik, Dr. Hans Riegel-Fachpreis 2015, Universität Oldenburg) und gestaltete mit der Schüler-AG „Na, Erde?“ als Moderator u.a. das 2. Junior Science Café „Kein Plastik Meer!?“ (2015).

Die Schüler-AG „Na, Erde?“ und das betreuende Lehrer-Duo Ines Hauck-Gundelach und Dr. Bernhard Sturm vom Neuen Gymnasium freuen sich mit ihm über diesen besonderen Erfolg. Tobias Djuren war mehr als fünf Jahre lang prägendes Mitglied der Schülerarbeitsgemeinschaft.

Der 19-Jährige freut sich über die Auszeichnung. Er hofft, dass sich durch sein Video „der ein oder andere Gedanken über den Plastikmüll der Meere macht“.


Mehr Infos unter   www.stifterverband.org/fast-forward-science 
Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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