• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Arbeitsamt: Auf der anderen Seite des Schreibtischs

10.08.2011

OLDENBURG Die Fragen, die Beate Schmitz ihrem Gegenüber stellt, sind gemein. Und das müssen sie auch sein, denn die Teilnehmer wollen sich auf den Ernstfall vorbereiten. Im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit haben sich Schülerinnen und Schüler eingefunden, deren Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz oder einen Studienplatz anstehen.

Martin Hahn schlägt sich gut. Der 17-Jährige hat noch ein Jahr auf dem Alten Gymnasium vor sich und bemüht sich schon um einen Ausbildungsplatz. „Da ich nicht studieren will, muss ich mich darum kümmern. In zwei Monaten endet die Bewerbungsfrist bei einigen Firmen bereits für das nächste Jahr“, sagt er.

Die Fragen der Berufsberaterin beantwortet er gekonnt – nur bei der Frage nach seinen Schwächen sind sich die Teilnehmer uneins, wie seine Antwort wohl beim Arbeitgeber angekommen wäre. „Ich bin manchmal launisch. Das sagen mir meine Freunde, im Praktikum habe ich das aber noch nicht zu hören bekommen“, sagt er.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Auch wenn die übrigen Teilnehmer der Meinung sind, dass man derart schlechte Eigenschaften lieber verstecken sollte, ist Schmitz zufrieden. „Das wichtige ist, dass er seine schlechte Laune nicht bei der Arbeit gezeigt hat. Das kam bei mir als Arbeitgeber positiv an“, sagt sie. Den Ausbildungsplatz zum Bankkaufmann hätte der junge Mann also in der Tasche gehabt.

Vier Stunden lang trainierten die Schüler, worauf es bei der Bewerbung ankommt. „Bei der schriftlichen Bewerbung darf man heute kreativer sein als früher, deswegen sind aber auch viele unsicher, was geht und was nicht“, erklärt Schmitz. In Arbeitsgruppen formulieren die Teilnehmer ihre Stärken und spielen das Vorstellungsgespräch mit verteilten Rollen durch. Dabei lernen sie auch die Sichtweise des Arbeitgebers kennen. Dem 19-jährigen Tammo Severin, der sich für ein Studium der Wirtschaftspsychologie bewerben will, scheint die Rolle auf der anderen Seite des Schreibtisches durchaus Spaß zu machen. „Ich habe auch Fangfragen gestellt. Wenn jemand die Frage, ob er ehrgeizig sei, mit ,Ja’ beantwortet, habe ich gefragt, wie das mit der Teamfähigkeit zu vereinbaren sei“, sagt er. Bei so kritischen Übungspartnern dürfte beim Ernstfall nichts mehr schiefgehen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.