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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Auf neuem Freizeitweg geht es nur mühsam voran

03.08.2013

Friedrichsfehn /Wildenloh Joachim Ebel stapft durch den Mull. Er schiebt sein Fahrrad, das eine tiefe Spur im losen Sand hinterlässt. „Ich frage mich, wie hier eine Familie mit Kinderwagen oder ein alter Mensch mit Rollator durchkommen soll“, sagt er mit Empörung in der Stimme. Was hier Staub aufwirbelt und für einen regen Schriftverkehr per E-Mail zwischen Ebel und der Gemeinde Edewecht sorgte? Es ist der frisch angelegte Freizeitweg, der vom Wohnpark am Roten­ Steinwegsee in Friedrichsfehn Richtung Wildenloh führt.

„Bei dieser Trockenheit kann man den Weg wirklich nicht mit einem Kinderwagen oder Rollator benutzen“, sagt auch Wilfried Kahlen, Bauamtsleiter bei der Gemeinde Edewecht. „Die Gemeinde war bei der ursprünglichen Planung des Rundwanderweges für eine Befestigung. Wir wollten ein Mineralgemisch, sogenannten Hansegrand, als Belag“, führt er aus.

Kahlen erinnert an die Schwierigkeiten, die es rund um die Erschließung des Areals an der früheren Kiesgrube Holt als Baugebiet gegeben hatte. Lange wurde gerungen, es stand sogar eine Normenkontrollklage an. Diese wurde zurückgezogen, nachdem der Investor und die vier Kläger, unter ihnen die Bürgerinitiative (BI) Roter Steinwegsee, außergerichtlich einen Kompromiss erzielen konnten. Dazu gehörten – wie in der NWZ berichtet – unter anderem ein naturnah gestalteter Wanderweg sowie der Erhalt des Ostufers und der Flachwasserzone am Südufer im natürlichen Zustand. Damit hatte sich die Idee eines Rundwanderwegs erledigt.

Es sei auch verhandelt worden, so Kahlen, dass der neue Pfad, der an der Häuserreihe entlang und über eine Wiese zum Wildenloh führt, aus ökologischen Gründen nur mit einer Sandoberfläche hergestellt wird. Sie könne zum Lebensraum für Insekten wie Wildbienen werden. Geradelt werden darf auf der Strecke nicht.

Joachim Ebel, der unweit wohnt und so gut wie täglich in dem Gebiet joggt, ärgert sich nicht nur über die Weg-Beschaffenheit. Ihn treibt auch die Frage um, warum das Anlegen so lange gedauert hat. „Hier entsteht ja nicht die Elbphilharmonie oder der Hauptstadtflughafen“, meint er. Tatsächlich sollte der Pfad schon im vergangenen Jahr fertig sein. „Es mussten erst die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden. Deshalb ist es zu der Verzögerung gekommen“, erklärt Wilfried Kahlen.

Gleichzeitig erläutert er, dass die Maßnahmen immer noch nicht abgeschlossen seien: „In den nächsten Tagen wird in Teilbereichen ein Wildschutzzaun errichtet.“ Dadurch soll verhindert werden, dass unerlaubt freilaufende Hunde ausbüxen und jagen. „Das ist eine Forderung der Unteren Naturschutzbehörde“, sagt der Bauamtsleiter. Der grobmaschige Drahtzaun werde eine Höhe von 1,20 Metern haben, im Herbst werde er noch bepflanzt.

Anfang Juni war mit dem Anlegen des etwa 700 Meter langen Sandwegs begonnen worden. „Ich habe hier bei meinen Sportrunden immer nur einen Bauarbeiter gesehen. Kein Wunder, dass das Ganze sich hinzieht“, berichtet Ebel. „Es handelt sich um einen schmalen Weg“, sagt Kahlen. „Da können Sie nicht mit großen Baufahrzeugen anrücken.“

Einen kleinen Trost hat er für Joachim Ebel: „Der Sand wird im Laufe der Jahre fester, zum Beispiel durch die Durchwurzelung. Das ist aber ein natürlicher Prozess, und der dauert etwas.“

Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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