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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Umweltmaßnahme In Oldenburg: Dieser Bagger saugt für die Sicherheit

07.10.2015

Oldenburg-Bürgerfelde Schweres Gerät ist am Bürgerfelder Teich aufgefahren worden. Das Brummen und Vibrieren der Zentrifuge ist am Ufer des Sees deutlich zu hören und zu spüren. „Das Gewässer wird im Einlaufbereich der Südbäke drei Wochen lang entschlammt“, berichtet Bauleiter Gerold Brunschön vom Tiefbauamt der Stadt.

Ziel ist es, die Funktion des Teiches als Regenrückhaltebecken zu sichern. Mit dem Wasserstand hat das nichts zu tun, der Dauerwasserspiegel befindet sich auf 5,40 Meter über Normalnull. Es ist die sogenannte Speicherlamelle, die Sorge bereitete – also die Menge an Wasser, die bei starken Regenfällen aufgestaut werden kann. Und da die Schlammablagerungen in Teilbereichen bereits über dem Dauerwasserspiegel zu sehen waren, schränkte das die Speicherkapazität ein. „Wir sahen Handlungsbedarf“, sagt Brunschön, „damit aus dem Teich kein Sumpf wird.“

Nun saugt ein Bagger im Nordosten des Bürgerfelder Teiches innerhalb von drei Wochen 3400 Kubikmeter Sediment ab, das im Lauf der vergangenen Jahrzehnte von der Südbäke in den See geschwemmt wurde. Das Sediment-/Wassergemisch wird ans gegenüberliegende Ufer am Seezugang an der Feldstraße gepumpt. Dort fließt es durch ein grobes Sieb, in das Steine aber auch Plastikmüll fallen, dann in einen Container, in dem Sand und Schlamm voneinander getrennt werden. Der Schlamm wird in einer Zentrifuge entwässert und der sogenannte Schlammkuchen verlässt auf einem Förderband die Anlage. Der Schlamm wird zur Weiterbehandlung nach Bremen gefahren. Das Wasser fließt in den Teich zurück.

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Die Anlage der Trierer Firma Kurstjens selbst kostet zwei Millionen Euro und kommt europaweit zum Einsatz. Eine Woche dauerte in Oldenburg der Aufbau, drei Wochen wird gearbeitet, dann wird die Anlage innerhalb einer Woche wieder abgebaut und auf Lastkraftwagen abtransportiert. 255 000 Euro lässt sich die Stadt das Ausbaggern kosten.

Bei Hochwasser steigt der Wasserspiegel auf 6,80 Meter über Normalnull, also um 1,40 Meter, an. 30 000 Kubikmeter Wasser können dann zurückgehalten werden. Die Gebiete unterhalb des Teiches Richtung Stadtwesten sind dadurch vor Überschwemmungen relativ sicher.

Vor einigen Jahren hatten Stadt und Haaren-Wasseracht den Bürgerfelder Teich bereits als Regenrückhaltebecken saniert und ausgebaut. Dazu wurde der Wanderweg 30 Zentimeter erhöht, das Ablaufbauwerk optimiert sowie das Kanalnetz erneuert. Außerdem sorgen neue Umleiter für einen besseren Abfluss des Regenwassers, das zuvor aus dem Stadtnorden kommend häufig für Probleme an der Bürgerfelder Straße sowie Ellernbrook und Husbrook gesorgt hatte. Die Südbäke, die durch den Bürgerfelder Teich fließt, mündet gemeinsam mit der Ofenerdieker Bäke hinter der Universität am Uhlhornsweg in die Haaren. Die Teiche waren 1978 angelegt worden.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwztv/oldenburg-stadt 
Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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