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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Oldenburgerin setzt sich für Kenias Kinder ein

07.01.2016

Oldenburg Zurück aus Kenia, und das mit einem sehr guten Gefühl: Der Ausbau ihres Waisenhauses in Mombasa (Kenia) kommt voran. Zwei Mal ist Anja Friedrich über insgesamt vier Monate im vergangenen Jahr vor Ort gewesen, um unter anderem den Grundstückskauf voran zu treiben. Die Arbeit für den Verein „Little Angel“ erfolgt unentgeltlich.

Gekauft wurde ein zweites, 8000 Quadratmeter großes Grundstück. „Fast die Hälfte des Kaufpreises – 10 000 Euro – wurde von dem Oldenburger Verein Friendship Kinderhilfe gespendet“, freut sich Friedrich. Der Verein war über eine Veröffentlichung in der NWZ  auf das Projekt aufmerksam geworden. Das Grundstück ist 15 Geh-Minuten vom bestehenden entfernt. Es soll dort damit angefangen werden, eine Landwirtschaft mit Hühnerzucht zu betreiben. „Ein Brunnen muss gebohrt, ein Farmer-Haus gebaut, Strom verlegt, ein Stacheldrahtzaun gezogen und ein großer Hühnerstall gebaut werden“, blickt die 42-jährige in die Zukunft. Später soll auf dem Gelände ein weiteres Waisenheim entstehen.

Ziel ist es, die bestehende Schule und das Heim zu trennen. Derzeit befinden sich das Heim und die Schule gemeinsam auf einem knapp 500 Quadratmeter großen Grundstück. Für die 30 Kinder sei das Leben auf der Parzelle deshalb relativ beengt.

Beim bestehenden Gebäude soll noch ein großer Wassertank aufgestellt werden, in den über neue Regenrinnen das Wasser laufen soll. Bislang muss Trinkwasser gekauft werden. Petra Lausch, Bürgermeistern von Edewecht und im Vereinsvorstand vertreten, hatte im Frühjahr einen Filter nach Kenia mitgenommen. Zusammengenommen sollen die eigene Versorgung mit Wasser, die Landwirtschaft und die Hühnerzucht das Heim nach und nach unabhängiger werden lassen. Unterstützt wurde die Arbeit im vergangenen Jahr auch wieder von freiwilligen Helferinnen und Helfern aus Deutschland, die für mehrere Monate vor Ort waren und beim Unterrichten geholfen haben.

Es waren laut Friedrich auch handwerkliche Helfer für ein paar Wochen zu Besuch. Der Oldenburger Berufsschullehrer Herbert Tapken und drei Helfer aus Ostfriesland. Sie haben eine Wand gefliest, einen Hühnerstall umgebaut oder Regale für die Klassenräume gebaut. Friedrich selbst hat sich zwei Jahre von der LzO beurlauben lassen. Ein Jahr hat sie für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Ghana gearbeitet, das zweite Jahr unentgeltlich dem Verein gewidmet. In den nächsten Wochen wird sie wieder nach Kenia fliegen. Die Beurlaubung endet am 1. März.

Anfang des Jahres haben unterdessen die ersten Kinder den Abschluss der 8. Klasse absolviert. Danach gibt es die Möglichkeit, eine weiterführende Schule zu besuchen (ähnlich einem Gymnasium). Über gesonderte Bildungspatenschaften von deutschen Sponsoren konnte zwei Kindern der Besuch eines Internats ermöglicht werden. Friedrich: „Beide haben jetzt im Jahreszeugnis im Durchschnitt ein 2+. Ohne die Hilfe des Sponsors wäre dieser Bildungsweg nicht möglich gewesen.“ Einem dritten Schüler konnte eine schulische/praktische Ausbildung zum Elektriker ermöglicht werden, die sich über zwei Jahre erstreckt. „Mit einem Abgang nach der 8. Klasse und ohne Ausbildung gibt es kaum Möglichkeiten, einen Job zu finden. Wir versuchen, ihnen durch eine gute Bildung eine bessere Zukunft zu ermöglichen“, weiß Friedrich.

Und auch um den Umweltschutz kümmert sich der Verein. Um die Problematik der Plastikmüllverbrennung zu reduzieren (es gibt keine Müllabfuhr), wurde die Idee entwickelt, aus dem Plastikmüll Einkaufstaschen zu nähen. Dieses ist nun auch erfolgreich umgesetzt worden.

Die Tüten sollen für zehn Euro in Deutschland verkauft werden. Der Erlös fließt komplett den kenianischen Helfern zu, um ihr monatliches Einkommen zu erhöhen. Es beträgt derzeit aufgrund der begrenzten Mittel nur rund 70 Euro. Wer Ideen hat, wo die Taschen verkaufen können, kann sich mit dem Verein in Verbindung setzen.

Zu erreichen ist der Verein per Mail an Verein-little-angel@web.de, Facebook „Verein Little Angel“ und über die Webseite des Vereins.


     www.kenia-little-angel.de 
Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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