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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bauwerkverein sieht Existenz gefährdet

29.04.2017

Oldenburg Der geplante Verkauf der Bauwerkhalle von der Stadt an die Gemeinnützigen Werkstätten hat unter den Mitgliedsgruppierungen des Bauwerkverein massive Kritik ausgelöst. Die Halle sei unverzichtbar für die Arbeit des Vereins, betonten Vertreter bei einem Redaktionsgespräch am Freitag. „Der Verein ist tot, wenn die Bauwerkhalle nicht mehr zur Verfügung stehen sollte“, fasste der zweite Vorsitzende Rainer Heimsch die Position des Vereins zusammen. Es sei kein anderes Quartier in Sicht, das annähernd als neuer Standort in Frage kommen könnte. ->

Nachdrücklich stellten sich die Mitglieder hinter das Vorhaben der Gemeinnützigen Werkstätten, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. „Aber etwas Gutes sollte nicht durch etwas anderes Gutes kaputt gemacht werden.“

Die Werkstätten könnten ihr Vorhaben, eine Gastronomie zu eröffnen, an verschiedenen anderen Stellen im Stadtgebiet verwirklichen. Als Beispiele verwiesen Mitglieder auf das derzeit leerstehende Schlosscafé oder die Möglichkeit, das gastronomische Angebot im Kulturzentrum PFL zu beleben. Auch ins Artcafé werde ein neuer Pächter einziehen. Eine Nutzung der Bauwerkhalle durch den Verein zusätzlich zur Gastronomie – die Möglichkeit haben die Gemeinnützigen Werkstätten ins Spiel gebracht – sei nicht möglich. Denn die Halle werde bei zahlreichen Veranstaltungen komplett belegt. Bandenfestival, Kreativmesse, Illustratoren-Festival, Filmfest, Bauwerksommer, Grünkohl-Weltmeisterschaft, Uni- und Architektenveranstaltungen – die Halle sei stark nachgefragter Veranstaltungsort.

Nach Angaben von Vorstandsmitglied Heimsch hat die Stadt 2014 unter anderem in Statik, sanitäre Anlagen und Elektroinstallation investiert. Zuletzt seien Reparaturen am Dach ausgeführt worden. Der Bauwerkverein habe der Stadt angeboten, bei Reparaturarbeiten selbst mit Hand anzulegen.

Geplant sei, mit einem überschaubaren finanziellem Aufwand eine Temperierung zu ermöglichen. Damit könne die Nutzungsdauer erheblich verlängert werden.

Der Bauwerkverein ist überrascht, dass sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann gegenüber der Presse zu den Plänen geäußert hat. „Herr Krogmann hat unseren Vorsitzenden Hans-Egon Pantel am Mittwoch telefonisch über die Pläne informiert. Er bat jedoch um Vertraulichkeit, bis die politischen Gremien informiert seien“, berichtete Heimsch. „Wir haben uns an die Vertraulichkeit gehalten, er nicht – das befremdet uns schon sehr.“ Der Vereinsvorstand hat am Freitag die Ratsfraktion angeschrieben und seine Sicht in einem zweiseitigen Schreiben erläutert.

Der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Werkstätten, Gerhard Wessels, hatte gegenüber der NWZden Plan vorgestellt, die Bauwerkhalle zu kaufen und in ein italienisches Restaurant umzubauen. Unter anderem Menschen mit Behinderungen würden dort beschäftigt. Oberbürgermeister Krogmann äußert sich interessiert an dem Projekt. Das Kaufangebot der Werkstätten werde bewertet. Über den Verkauf müssten die politischen Gremien entscheiden. Im Bauwerkverein haben sich zahlreiche Vereine und Verbände zusammenschlossen, die sich mit der baulichen Stadtentwicklung befassen.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

Weitere Nachrichten:

Kulturzentrum PFL | Artcafé Oldenburg | Filmfest

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