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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Kenner von grünem Gemüse übernimmt das Zepter

12.03.2019

Berlin Sturmtief Eberhard hatte sich in den Weg gestellt, die Grippe hielt Gäste auf dem Krankenlager fest – aber das Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten trotzte auch beim 62. Mal allen Widrigkeiten. Erneut feierten am Montagabend rund 250 Gäste in der Berliner Vertretung des Landes Niedersachsen das traditionelle Grünkohlessen mit der Wahl des neuen Grünkohlkönigs.

Zur allgemeinen Überraschung hatte sich Jürgen Krogmann am Morgen abmelden müssen. Eine fiebrige Grippe hielt den Oberbürgermeister im Bett fest. Langjährige Teilnehmer konnten sich nicht erinnern, dass schon mal der Oberbürgermeister das Gröönkohl-Äten ausfallen lassen musste. Auch Birgit Hone (Landesministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten), Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hatten sich kurzfristig abgemeldet. Umso überraschender war der ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen und ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin kurzfristig dazugestoßen.

Ins kalte Wasser geworfen wurde Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler, die kurzfristig für Krogmann die Begrüßungsansprache („herzlich willkommen zum tweeunsechtichsten Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“) hielt. Nachdem die New York Times kürzlich über die Tradition der Grünkohlfahrten in Oldenburg berichtet habe, sei es nur eine Frage der Zeit, bis Donald Trump das Gröönkohl-Äten stürme, sagte die Bürgermeisterin laut Redemanuskript.

So liefen die Vorbereitungen:

Der Beifall unter den Gästen, darunter der bisherige Grünkohlkönig David McAllister, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, die ehemalige Kohlkönigin und frühere Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und der Vorsitzende von Bündnis90/Die Grünen Robert Habeck, war groß.

38 Auszubildende in den Berufen Fachkraft, Hotelfachkraft und Restaurantfachkraft der BBS 3 hatten ihren großen Auftritt beim Servieren von Grünkohl, Pinkel, Kassler, Kochmettwurst, Speck und Kartoffeln sowie Rote Grütze mit Vanillesoße. Bei zwei Treffen hatten sich die jungen Leute vorbereitet. An diesem Dienstag stehen Besichtigungen bei zwei Berliner Fünf-Sterne-Hotels auf dem Programm. „Wir freuen uns, dass die Stadt uns einbindet und dass die Betriebe die jungen Leute für diesen Einsatz freistellen“, sagte Jörg Radszuweit, Fachpraxislehrer Gastronomie an der BBS 3.

Video: Tischlein deck dich:

Nach dem Essen, so sah es der Zeitplan vor, sollte der neue Kohlkönig proklamiert werden. Das Kurfürsten-Kollegium hat traditionell zuvor Zeit zu Beratungen. Gut informierte Kreise hatten schon im Vorfeld Robert Habeck als neue Kohlmajestät vorhergesagt – ein Amt, das dem Grünen-Politiker und gebürtigen Norddeutschen wie an den Leib geschneidert ist. Der 49-Jährige stammt aus Lübeck und war bis 2017 Landwirtschafts- und Umweltminister in Schleswig-Holstein.

Dietmar Wischmeyer alias Günther der Treckerfahrer, der Vorsitzende des Kurfürsten-Kollegiums, fiel die Aufgabe zu, die neue Majestät mit deftigen Worten vorzustellen. Traditionell lassen die Gäste das Kohlessen bis tief in die Nacht ausklingen und sehen auch der Regentschaft der Kohlmajestät gelassen entgegen.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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