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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Betreuung: Drittes Kind wird beitragsfrei

08.06.2013

Oldenburg Stärkere soziale Gerechtigkeit in der Kindertagesbetreuung: Das hat sich die Stadt Oldenburg vorgenommen. Das neue familienfreundliche Konzept der Stadt beinhaltet außerdem nicht nur quantitative, sondern auch qualitative Entwicklungen.

Ausbau der Versorgung

Zunächst einmal sieht das Konzept zum Kindergartenjahr 2014/15 einen Ausbau auf 47 Prozent Versorgung vor, um dem dann geltenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gerecht werden zu können. Da das nicht reichen wird, rechnet die Verwaltung mit einer weiteren Nachfrage von jährlich 2,5 Prozent.

Mehr soziale Gerechtigkeit ist bei den Elternbeiträgen vorgesehen. Bislang zahlen beispielsweise Eltern mit Kindern in Betreuungseinrichtungen freier Träger andere Beiträge als jene, deren Kinder in Einrichtungen der Stadt betreut werden. Diese Beiträge sollen vereinheitlicht werden. Zudem soll sich die Höhe der Kosten künftig nach der Zeit der Betreuung richten; bislang wird die Anzahl der Stunden nicht berücksichtigt. Eltern mit mehreren Kindern sollen außerdem durch die neue Geschwisterermäßigung entlastet werden: Für das zweite Kind wird nur noch der halbe Beitrag fällig (bislang: 75 Prozent), ab dem dritten Kind ist jedes Kind, das ein Angebot der Betreuung in Anspruch nimmt, beitragsfrei (bislang muss der halbe Beitrag gezahlt werden).

Einheitliche Beiträge

Damit einher geht das Konzept der Stadt, die Höhe der Beiträge für jede Angebotsform einheitlich festzusetzen. Bislang variieren die Beiträge, die Eltern zum Beispiel für Tagespflege, Krippe, Kindergarten oder Hort zahlen müssen. Eltern könnten künftig also unabhängig von ihrem Einkommen die Betreuung für ihre Kinder wählen. Folgende Gebühren sind vorgesehen:
 Beitragspflichtige mit einem Jahresbruttoeinkommen von bis zu 40 000 Euro zahlen einen Elternbeitrag pro Betreuungsstunde von 1 Euro,
 bei einem Einkommen zwischen 40 000 und 50 000 Euro sind es 1,40 Euro,
 bei einem Einkommen zwischen 50 000 und 60 000 Euro sind es 1,70 Euro,
 bei einem Einkommen über 60 000 Euro sind es 2 Euro.

Um Erzieher zu entlasten, will die Stadt außerdem ab dem Kindergartenjahr 2014/15 allen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung eine Hauswirtschaftskraft finanzieren. Bereits ab dem Kindergartenjahr 2013/14 sieht das neue Konzept die Finanzierung einer verbesserten Vertretungsregelung vor, so dass, falls zum Beispiel eine Erzieherin erkrankt, schon ab dem ersten Tag eine Fachkraft als Vertretung in der Krippe anwesend ist.

Auch die Kindertagespflege, die bislang der Krippe oder dem Hort noch nicht gleichgestellt ist, möchte die Stadt stärken.

All diese Maßnahmen kosten: Die Verwaltung kalkuliert für den Ausbau von Betreuungsplätzen mit einem Investitionsvolumen von 16,5 Millionen Euro und zusätzlichen Betriebskosten von 95 000 Euro pro Gruppe. Die städtischen Mehrkosten für die bessere Qualität der Kindertagespflege sowie die Vertretungs- und Hauswirtschaftskräfte liegen ab dem Jahr 2014 bei 700 000 Euro. Am 19. Juni ist das neue Konzept Thema im Jugendhilfeausschuss.

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