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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Diese Häuser stehen jetzt unter Denkmalschutz

19.01.2019

Bloherfelde Denkmalschutz für die Häuserzeile am Schramperweg: Mit einer überraschenden Nachricht verabschiedete sich Gabriele Nießen als Dezernentin in ihrer letzten Sitzung vom Bauausschuss. Nießen war nicht für eine weitere Amtsperiode vorgeschlagen worden und geht nach Ludwigsburg.

Zwölf Häuser fallen unter den Denkmalschutz, die nebeneinander an der Straße stehen. Stadtsprecher Reinhard Schenke erläuterte Einzelheiten: „Das Landesamt für Denkmalschutz hat bei den Häusern eine ,besondere sozialgeschichtliche Bedeutung’ festgestellt.“ Es handele sich um eine nur noch selten vorzufindende Geschlossenheit einer Kleinsiedlung aus der ersten Hälfte der 1930er Jahre. Die Siedlung am Schramperweg mit kleinen schlichten Einfamilienhäusern und Gartenland stehe in der Tradition der in Oldenburg üblichen Wohnsiedlungen und Einfamilienhausgebieten.

Nach Einschätzung des Denkmalamtes handelt es sich laut Schenke „um einen gut durchdachten, zweckmäßig und sparsam angelegten Grundriss eines Kleinsiedlungshauses, die Gartenflächen ermöglichen der Obst- und Gemüseanbau zur Selbstversorgung.“ Die Stadtverwaltung hat nun bis zum 15. Februar Gelegenheit, schriftlich Stellung zu nehmen. „Wir gehen aber davon aus, dass die Verkaufspläne sich auch mit Denkmalschutz verwirklichen lassen, müssen das aber natürlich auch noch mal prüfen. Und verkauft werden ohnehin nur leerstehende Gebäude“, schreibt Schenke abschließend. Die Häuser befinden sich im Besitz der Klävemann-Stiftung, die wiederum von der Stadt verwaltet wird.

Ziemlich genau vor einem Jahr hatte der drohende Verkauf und Abriss des Hauses mit der Nummer 33 die Nachbarn erregt. Stadtsprecher Schenke wollte damals nicht bestätigen, dass das Haus abgerissen werde. Vor einer neuen Vermietung des Gebäudes durch die Klävemann-Stiftung seien umfangreiche Arbeiten in einem Kostenvolumen von 60.000 bis 75.000 Euro erforderlich. Die Investition beträfen die komplette Heizung inklusive Leitungen und Heizkörper, die Wasserleitungen, die Entwässerung/Drainage, das komplette Badezimmer, die gesamte Elektroinstallation und die Fußböden (inklusive komplett neuem Aufbau). Dazu kämen Maler- und Bodenbelagsarbeiten.

Das Interesse an den Siedlungshäusern ist groß. Sobald eines sichtbar leer steht, fragten Passanten schon über den Gartenzaun nach, wie man Mieter werden kann, wissen Nachbarn. Auch der Sanierungsbedarf werde in Kauf genommen. Einen Sanierungsaufwand von 75.000 Euro könne man innerhalb von 15 Jahren mit einer immer noch sozial vertretbaren Miete zurückzahlen, hat ein Anlieger ausgerechnet. Der Verkehrswert des Hauses lag vor einem Jahr bei 160.000 Euro

Er dürfte aber wohl sinken, wenn die Häuser unter Denkmalschutz gestellt werden, merkte Nießen an. Gleichwohl gelte der Denkmalschutz für das äußerliche Erscheinungsbild, also nicht für den Innenausbau, erklärte die scheidende Dezernentin im Bauausschuss weiter.

Die finanziell klamme Klävemann-Stiftung benötigt dringend Kapital. Über die Jahre hat sich ein Investitionsstau gebildet, die Einnahmen reichen für das dringend benötigte Sanierungsprogramm nicht aus. Das fehlende Geld soll deshalb unter anderem durch Verkäufe erwirtschaft werden.

Zwecks Liquiditätsbeschaffung ist in den kommenden Jahren im Quartier Schramperweg der Verkauf mehrer Häuser, die zur Stiftung gehören, geplant. Darunter auch die zwölf kleinen Einfamilienhäuser, wenn sie frei werden. Ähnliche Pläne gibt es für andere Klävemann-Standorte.

Der Verkauf der Klävemann-Häuser ist politisch durchaus umstritten. Erst im September war im Finanzausschuss eine Grundsatzdebatte verschoben worden. Die Grünen fordern von der Stadt Vorschläge, wie die Kosten gesenkt und die Stiftung ihrem Zweck entsprechend ausgebaut werden kann.

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