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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bronzetafel erinnert an finanzielles Engagement

09.12.2014

Oldenburg Mit 200 000 Euro hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Sanierung der Fassaden und des Daches des Herzoglichen Mausoleums in Oldenburg unterstützt. Das Geld stammt aus den Erträgen der Lotterie Glücksspirale.

Dr. Rosemarie Wilcken vom Stiftungsrat der DSD und Dörte Lossin, in Oldenburg DSD-Ortskuratorin, überreichen am Donnerstag, 11. Dezember, zur Erinnerung an die beispielhafte Restaurierung eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der Glücksspirale“ an Caroline Herzogin von Oldenburg. So wird auch nach den Baumaßnahmen das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Glücksspirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Zur Geschichte der Stadt und des Mausoleums: Erstmals 1108 urkundlich erwähnt, erbauten die Grafen von Oldenburg im selben Jahrhundert eine Wasserburg in günstiger topographischer Lage. 1345 bekam die so entstandene, mittlerweile Oldenburg genannte Siedlung von Graf Konrad I. von Oldenburg Bremisches Stadtrecht. Nach 1773 fiel die Stadt nacheinander mehreren Herrscherhäusern zu. Unter Herzog Peter Friedrich Ludwig wurde Oldenburg Residenzstadt und im klassizistischen Stil umgebaut.

Anlässlich des Todes seiner Ehefrau errichtete der Herzog zwischen 1786 und 1790 das Herzogliche Mausoleum auf dem neuen Gertrudenkirchhof.

Den Zentralraum auf nahezu quadratischem Grundriss deckt ein flaches Satteldach. Es ruht auf einem Sockelgeschoss, dessen Ecken mit Scheinquadern eingefasst sind. Den oberen Wandabschluss bildet ein umlaufender Triglyphenfries unterhalb des Kranzgesims. Die innere Belichtung übernimmt ein mittiges Oberlicht. Ursprünglich befand sich genau darunter die kreisrunde Öffnung für den Abgang zur Gruft, doch 1895 wurde die Öffnung nach Verlegung der Treppe geschlossen. Der Innenraum wird heute nach oben durch eine Spiegeldecke vollendet. Im Zentrum der Nordwand befindet sich die Ädikula für die verstorbene Fürstin. In den beiden seitlichen Nischen fanden Prinz Georg und Erbprinzessin Adelheid ihre Ruhestätte.

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