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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Cäcilienbrücken-Türme werden eingepackt

12.01.2016

Oldenburg Die Tage der Cäcilienbrücke sind gezählt, auch wenn der Abriss der Brücke wohl frühestens 2020 erfolgen wird. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremen setzt dem fortschreitenden Verfall notgedrungen nun ein weithin sichtbares Zeichen. Die oberen Bereiche der vier Brückentürme werden mit einem engmaschigen Netz verpackt, um Autofahrer und Passanten vor Steinschlag zu schützen, sagt Rüdiger Oltmanns, Sachbereichsleiter Bau und Unterhaltung beim WSA. Für die Arbeiten ist die Brücke bis Freitag, 22. Januar, werktags von 8.30 bis 15.30 Uhr für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, Fußgänger und Radfahrer können passieren.

Große Schäden

Im Rahmen der letzten turnusmäßigen Untersuchung des Mauerwerks der vier Brückentürme waren durch das Wasser- und Schifffahrtsamt größere Schäden festgestellt worden. Am südlichen zur Innenstadt gelegenen Turm hatte sich ein größerer Wandabschnitt aus dem Mauerwerksverbund gelockert und sich nach außen gewölbt (die NWZ  berichtete). Der auf der Osternburger Seite gegenüber befindliche Turm weist laut Oltmanns ähnliche Schäden auf. Hinter den betroffenen Wandabschnitten befinden sich die eingemauerten Rollenträger. Hervorgerufen wurden die Ablösungen der Steine durch rostende Stahlteile. „Wir müssen die Verkehrssicherheit gewährleisten und die Menschen vor herabfallenden Steinen schützen“, unterstrich Oltmanns die Dringlichkeit der Arbeiten. Über Kosten konnte er keine konkreten Angaben machen, sie liegen aber im fünfstelligen Bereich.

Anträge eingereicht

Für den geplanten Neubau der Brücke haben unterdessen Ingenieurbüros ihre Teilnahmeanträge eingereicht, die von der Behörde nun geprüft werden. Anschließend werden laut Oltmanns Gespräche geführt, nach denen die in Frage kommenden Büros ihre Angebote einreichen können. Im April/Mai des Jahres werde der Auftrag für die Planung dann vergeben.

Fest steht, dass die Brücke nach historischem Vorbild rekonstruiert wird. Auch das vom Rat verabschiedete Positionspapier der Stadt Oldenburg findet Beachtung. Oltmanns: „Die Rahmenbedingungen liegen vor, es wird ein umfangreicher Auftrag.“ Anfang 2017 könne das Planfeststellungsverfahren eröffnet werden, das normalerweise über zwei Jahr laufe. Parallel bereitet die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung den Abriss und Neubau vor, damit nach der Ausschreibung der Arbeiten 2020 mit dem Bau der neuen Brücken begonnen werden kann – vorausgesetzt es treten keine rechtlichen Fallstricke wie beispielsweise eine Klage gegen die Vergabe der Arbeiten auf.

Ein Neubau wird Schätzungen zufolge knapp unter zehn Millionen Euro kosten. Täglich passieren rund 30 Schiffe die Engstelle des Küstenkanals. Im Sommer kommen an den Wochenenden zahlreiche Privatboote hinzu.

Die Brücke war im Zuge des Baus des Küstenkanals im Jahr 1927 eröffnet und im Zweiten Weltkrieg stark zerstört worden.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt 
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Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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