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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mehr Traglast nicht unbedingt tragbar

12.09.2018

Bümmerstede /Wardenburg Zwei Brücken – am Bümmersteder Fleth und an der Huntestraße – beschäftigten den Wardenburger Bauausschuss ins eine jüngsten Sitzung. Bei der Brücke am Bümmersteder Fleth schien alles ganz einfach: Die Brücke wird wenig frequentiert, eine Wiederherstellung ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer schien die sinnvollste weil preisgünstigste Lösung. Doch sowohl Landwirte als auch Hunte-Wasseracht meldeten Bedenken an (die NWZ berichtete).

Die uneingeschränkte Erreichbarkeit des Deichverteidigungsweges müsse sichergestellt sein, so die Hunte-Wasseracht. Und die Landwirte beklagen lange Umwege, um auf ihre Felder zu gelangen. Zudem besteht eine vertragliche Zusicherung an einen der Landwirte, die Brücke jederzeit nutzen zu können. Hinzu kommt: Die Brücke ist derzeit auf ein Höchstgewicht von zwölf Tonnen ausgelegt. „Wenn man die Last auf den heutigen landwirtschaftlichen Verkehr abstimmen will, muss man von 40 Tonnen ausgehen“, erklärte Dr. Bernd Wienholz vom Ingenieurbüro Eriksen in Oldenburg. Dafür müsste die Brücke komplett neu gebaut werden, weil auch die Spundwände nicht für die höhere Belastung ausgelegt seien.

Aufgrund dieser vielen neu zu berücksichtigenden Aspekte wurde der Tagesordnungspunkt zurückgestellt. Die Verwaltung wird nun zunächst Gespräche mit der Hunte-Wasseracht und den Landwirten führen – auch um zu klären, ob eine Traglast von 40 Tonnen tatsächlich notwendig ist. Denn dies würde den Neubau voraussichtlich erheblich verteuern.

Sehr viel einfacher stellte sich der Sachverhalt bei der Huntebrücke (Huntestraße) dar: Alle zwei bis vier Jahre müssen an der Holzbrücke Bohlen ausgetauscht werden, was auch dazu führt, dass Unebenheiten durch neue und ältere Bohlen entstehen. Durch den Austausch der Bohlen und weitere Reparaturarbeiten entstehen so innerhalb von 15 Jahren durchschnittlich Kosten von 116 000 Euro. Deshalb erwägt die Verwaltung, eine Betondecke auf die Fahrbahn aufzubringen. Diese Mehrbelastung halten die vorhandenen Träger nach Aussage des Ingenieurbüros Eriksen aus. Eine Pflasterung der Brücke dagegen, die aus optischen Gründen zur Diskussion stand, werde zu schwer. Der Umbau der Brücke sei eine mittelfristige Aufgabe, die aber im Blick behalten werden solle, betonte Wardenburgs Bürgermeisterin Martina Noske. „Wir wollen nicht erst mit den Planungen beginnen, wenn die Brücke eventuell gesperrt und dann während der gesamten Planungsphase nicht genutzt werden kann. Deshalb nehmen wir uns schon jetzt des Themas an.“

Dem folgte auch die Mehrheit der Ausschussmitglieder. Nach Haushaltslage soll die Brücke umgebaut und mit einer Betonfahrbahn ausgestattet werden. Die Kosten werden auf 264 500 Euro beziffert.

Anke Brockmeyer
Wardenburg
Redaktion Wardenburg
Tel:
04407 9988 2730

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