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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Nadelöhr soll entschärft werden

17.10.2018

Bürgerfelde Das Eisenbahnbundesamt hat über den Gleisausbau durch das Stadtgebiet noch nicht entschieden. Deshalb ist noch offen, ob der höhengleiche Bahnübergang an der Alexanderstraße tatsächlich entfällt.

Doch Bahn und Stadtverwaltung sind sich einig: Wenn die Bahn die Gleise wie beantragt ertüchtigen darf, soll in diesem Zusammenhang auch das Nadelöhr Bahnübergang entschärft werden.

Wie hoch ist das Gleis?

Die sogenannte Gradiente der Schienen wird um rund 5,30 Meter angehoben, die der Straße um etwa 1,35 m tiefer gelegt, teilte die Bahn auf Anfrage mit. Die Gradiente der Geh- und Radwege bleibe größtenteils bestehen, sie verlaufe in etwa auf dem Niveau der Geländeoberkante. Mit Berücksichtigung der Konstruktionshöhe der Brücke verbleibe eine lichte Höhe von 4,50 m für den Fahrzeugverkehr sowie eine lichte Höhe von 2,50 m im Bereich der Geh- und Radwege.

Warum kein Trog?

Bei einer Straßenunterführung unter Beibehaltung der Straßengradiente müsste auf Grund der beengten Verhältnisse der Bahnbetrieb während der Bauzeit für rund zwei Jahre stillgelegt oder die Strecke bauzeitlich verlegt werden, erklärt die Bahn. Hierfür wäre erheblicher Grunderwerb und notfalls der Rückbau von Gebäuden erforderlich. Da ein Großteil des Troges im Bereich des „gespannten Grundwassers“ verlaufen würde, wären Pumpstationen für Bauzeit und Betrieb erforderlich. Neben höheren Betriebskosten durch die Pumpen würden die Kosten für eine Straßenunterführung mehr als das Doppelte einer Anhebung der Bahngradiente betragen, teilt die Bahn mit.

Bei einer Troglösung für die Straße müssten für die anliegenden Grundstücke Parallelwege geschaffen werden, da sie ansonsten abgebunden wären. Auch hier wäre unverhältnismäßig großer Bedarf für Grunderwerb erforderlich.

Wo verläuft das Baugleis?

Von der Schienenoberkante sind die Lärmschutzwände vier Meter hoch, heißt es in den Antworten der Bahn auf eine Anfrage. Von der Geländeoberkante und jetzigen Straßenoberkante ergibt sich eine Gesamthöhe von rund 9,50 m. Vom Hauptbahnhof Oldenburg aus fädele das Umfahrungsgleis rund 570 m vor dem jetzigen Bahnübergang Alexanderstraße aus dem linken Gleis aus. Es verlaufe parallel zur bestehenden Strecke und fädele rund 570 m nach dem Bahnübergang wieder in das linke Gleis ein. Das Umfahrungsgleis verlaufe fast ausschließlich auf Gelände der Deutschen Bahn, im Bereich der jetzt vorhandenen Gräben auf der westlichen Seite. Bauzeitlich werde eine Tiefenentwässerung vorgesehen. Im Endzustand würden die Gräben wieder hergestellt.

Was sagt die Stadt?

Die Stadt – unterstützt vom gesamten Rat – fordert die Bahn auf, eine Umfahrung zu prüfen. Der Ausbau sei gegenüber dem Bau einer Umfahrung die schlechtere Lösung. Die Bahn habe es versäumt, diese Möglichkeit überhaupt ernsthaft zu prüfen. Beim Bau einer Umfahrung würde die im Zuge des Streckenausbaus geplante Beseitigung der Bahnschranken an der Alexanderstraße entfallen.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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