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Jedes Jahr sind es ein paar Tausend Lichter mehr

24.11.2018

Bürgerfelde Er hat sich von zwei Grundschülern provozieren lassen. „Paul und Harry sind eigentlich Schuld“, erzählt Manfred Westermann. Die beiden Jungs hatten die Weihnachtsbeleuchtung in Westermanns Garten mit den Worten kommentiert: „Das könnten ruhig ein paar Lichter mehr sein.“ Das war im Jahr 1993. Der Bürgerfelder hatte seinen Garten mit etwa 150 Lichtern dekoriert, fand das Ergebnis auch klasse – und dann dieses Urteil von Kindern auf deren Weg zur Grundschule Dietrichsfeld.

Westermann nahm es sich zu Herzen. Und legte nach. „Ihr wollt mehr? Ihr kriegt mehr!“ Seit nun 25 Jahren dekoriert er Haus und Garten in der Vorweihnachtszeit mit Glocken, Kugeln, Figuren und Lichtern, vielen Lichtern. Es werden immer mehr. Jedes Jahr ergänzt der Rentner sein glänzendes und funkelndes Sortiment. Aber nicht alles hat er selber gekauft. „Mir stellen manchmal Leute Kartons mit nagelneuen Lichterketten vor die Tür,“ erzählt er.

Rund 40.000 Lichter erstrahlen laut Westermann in diesem Jahr. Darunter sind auch Lasergeräte, die 8500 Laserpunkte auf seine acht Meter hohe Zypresse werfen. Ein Lasergerät im Vorgarten setzt diesmal das Haus an der Eupener Straße 12 in besonderes Licht. Es gibt immer wieder etwas Neues zu sehen. Aber nie fehlt das beleuchtete Herz, das der Bürgerfelder für seine vor acht Jahren verstorbene Frau angefertigt hat.

Immer im August geht die Planung der Weihnachtsbeleuchtung los. Dann überprüft Westermann auch die Kerzen der alten Lichterketten. Was kaputt ist, wird ausrangiert und gegen LED-Beleuchtung ausgetauscht. „In warmem Weiß, nichts Buntes, nichts Blinkendes“, beschreibe der Deko-Meister sein Schönheitsideal.  Etwa zwei Kilometer Kabel hat er in den vergangenen Monaten verlegt, von sechs Schaltstationen aus wird die Elektronik gesteuert. Wichtig: „Alles läuft über Niedrigstrom. Das sind im Dezember Mehrkosten von 60 bis 70 Euro.“

Noch eine Woche Zeit hat der Rentner für den letzten Schliff an seinem großen Kunstwerk. Zum 1. Advent gehen dann die Lampen an. „Nachbarn, Freunde und alle, die mich mögen, sind dann wieder dabei“, freut sich Manfred Westermann. Nachbarin Doris hat dafür schon fast 700 Kekse gebacken,. „Krüllkuchen macht sie auch noch.“ Als Mitglied des Seemannschors Oldenburg ist dem 72-Jährigen das Singen wichtig. Er hat schon Texte von Weihnachtsliedern parat, um sie an die Freunde zu verteilen.

„Ich mag die Weihnachtszeit einfach. Ich bereite anderen mit der Beleuchtung gern eine Freude. Und so kommt man auch ja auch in Kontakt mit Menschen“, erklärt Westermann den Grund für seinen leuchtenden Einsatz.

In der Vorweihnachtszeit gibt es stets einen regen Publikumsverkehr zum Haus an der Eupener Straße. Westermann stellt die Beleuchtung aber auch schon morgens um 7.15 Uhr an: „Damit die Kinder auf dem Schulweg etwas Schönes zu sehen bekommen.“ Paul und Harry, die heute so Mitte 30 sein dürften, wird’s freuen.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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