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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Gut gerüstet gegen Starkregen

19.07.2019

Bürgerfelde In diesen Tagen denkt man eher daran, den Rasensprenger anzustellen, als Haus und Grundstück vor einer Überschwemmung durch starken Regen zu schützen. Für den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) ist Starkregen aber auch bei großer Trockenheit ein Thema. Mindestens immer dann, wenn an Straßen und an neuen Wohnquartieren gebaut wird, ist der OOWV mit eingebunden. Ihm geht es um die gute Versickerung von Niederschlägen und darum, dem Wasser den benötigten Raum zu geben.

Digitaler Regen

Seit Jahren arbeitet der Wasserverband dabei mit den Stadtplanern zusammen. Gemeinsam wurde auch eine Starkregengefahrenkarte für Oldenburg entwickelt, die im Internet einzusehen ist. Um zu simulieren, wo es im Stadt gebiet „Land unter“ heißt, wenn extrem viel Wasser von oben kommt, hat der OOWV es digital regnen lassen. Am Computer wurde das Stadtgebiet mit seinen offenen Gewässern, dem Kanalnetz, der Bebauung sowie Oberflächenstruktur dargestellt – und dann kam der Regen. Die Karte zeigt nun die Überflutungsgefahr im Stadtgebiet; in den Abstufungen gering (weniger als 10 Zentimeter bis sehr hoch (über 50 Zentimeter).

Die Möglichkeit, bei einer Bauplanung in ganz großem Stil einzugreifen, hat sich für den OOWV auf dem ehemaligen Fliegerhorst geboten, wo ein neues Quartier entsteht. Und das hat Auswirkungen auf den Stadtteil Bürgerfelde und dessen Umgebung. „Hier gibt es die Chance, von Anfang an zu bestimmen, was man machen kann“, sagt Jens de Boer, OOWV-Regionalleiter in der Stadt Oldenburg, „in Kombination mit den Gegebenheiten.“ Die Ofenerdieker Bäke sei hier bis auf 200 Meter verrohrt gewesen, erklärt de Boer. „Wir haben sie geöffnet und renaturiert. Auf eigene Kosten.“ 200 000 Euro hat der Wasserverband dafür ausgegeben.

„Die Bäke ist nun quasi durchgängig geöffnet und nur in kleineren Abschnitten verrohrt, zum Beispiel unter Straßen“, sagt Reinhard Hövel, OOWV-Sachgebietsleiter Planung und Bau. Allein auf dem Fliegerhorstgelände würden vier Regenrückhaltebecken eingebaut. „Mit einem Stauraum von 8000 Kubikmetern.“

Die Ofenerdieker Bäke, die im Bereich der Universität in die Haaren fließt, werde dadurch bei Starkregen deutlich entlastet, betonen die beiden Fachmänner. Mit der Haaren-Wasseracht seien diese Maßnahmen abgesprochen. Der Verband für Wasser-, Boden- und Landschaftspflege kümmer sich um die Unterhaltung und Pflege. „Die Stadt will entlang der Bäke einen parkähnlichen Grüngürtel errichten“, so Jens de Boer. Naherholung im neuen Quartier.

Für den Stadtteil und darüber hinaus bringe dieses Gesamtpaket eine deutliche Verbesserung. Die Männer vom OOWV verhehlen dabei nicht: „Die Alexanderstraße bleibt ein Brennpunkt.“

An Eigenschutz denken

In diesem Zusammenhang weist Jens de Boer auch auf den „Eigenschutz“ hin: „Jeder Hauseigentümer sollte überprüfen lassen, wo das Regenwasser auf seinem Grundstück bei Starkregen bleibt.“ Denn extreme Niederschläge bekomme man allein mit dem Kanalnetz nicht in den Griff. Jeder könne in seinem Umfeld dazu beitragen, Schäden durch Überflutungen zu verhindern oder gering zu halten, betont der OOWV-Regionalleiter. Dazu zähle beispielsweise der Einbau von Rückstauklappen, die Sicherung von Kellerschächten und tiefer gelegenen Garageneinfahrten sowie der Verzicht auf Versiegelung beispielsweise von Parkplätzen.

Grafik als PDF zum Thema.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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