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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Durchs ovale Rohr läuft’s einfach besser

01.09.2018

Bürgerfelde Ein Rohr ist länglich und rund – ein langer Hohlkörper eben, mit kreisrundem Profil. Das stimmt oft, aber nicht immer. Im Oldenburger Untergrund liegen auch Rohre mit Ei-Profil. Vor sieben Jahren versenkte der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) solche riesigen Ovale unter der Alexanderstraße (NWZ berichtete). Nun werden sie auch für die Kirchhofstraße verwendet.

Am Montag, 3. September, beginnt der OOWV dort mit der Erneuerung des Mischwasserkanals. Im Zuge der Arbeiten werden auch die Hausanschlüsse vom Hauptkanal bis zu den Grundstücksgrenzen erneuert. Die Kosten beziffert der Wasserverband mit rund 490 000 Euro.

Autofahrer und Anlieger müssen sich bis zum Jahresende auf Einschränkungen einstellen: Die Straße wird abschnittsweise bis Mitte Dezember gesperrt. Laut Stadt ist eine Umleitungsstrecke über die Alexanderstraße, Efeustraße und Ehnernstraße ausgeschildert. Radfahrer sowie Fußgänger können die Arbeitsstelle passieren.

Bereits im Jahr 1901 wurde in der Kirchhofstraße als einer der ersten Abwasserkanäle in der Stadt Oldenburg im Auftrag des damaligen Stadtbaurats Franz Noack ein Mischwasserkanal gebaut und in Betrieb genommen. Mitte der 90er Jahre musste ein Teilabschnitt dieses Kanals aufgrund baulicher Schäden mit einem sogenannten „Schlauchliner“ durch die Stadt Oldenburg saniert werden. Bei diesem Verfahren wurde ein Schlauch bestehend aus Kunstharz in den Kanal eingebracht, der anschließend aushärtete. Dieses war seinerzeit eine der ersten Kanalsanierungsmaßnahmen in Oldenburg mit diesem Verfahren.

Mittlerweile genügen die damals eingebauten Rohre mit einem Innendurchmesser von 20 Zentimetern nicht mehr den heutigen Anforderungen. Laut Mitteilung des OOWV  werden auf einer Länge von 170 Metern die alten Steinzeug-Kanäle durch Ei-Profilrohre aus Beton mit einer Innenhöhe von 1,05 Metern ersetzt.

„Eiprofile haben den Vorteil einer höheren Fließgeschwindigkeit bei lang anhaltendem Trockenwetter, wie wir es in den vergangenen Wochen erlebt haben“, erklärt Sachgebietsleiter Reinhard Hövel. Ein weiterer Vorteil: Die Bildung von Ablagerungen und Faulgasen im Kanal mit einer unerwünschten Geruchsbelästigung wird erschwert.

Ein großer Anhänger dieses ovalen Kanalformats war übrigens bereits der legendäre Stadtbaumeister Franz Noack (1855-1945), der von 1885 bis 1929 dieses Amt in Oldenburg bekleidete. Noack war verantwortlich unter anderem für den ersten großen Kanalisationsentwurf für die Stadt; zwischen 1900 und 1903 wurden die Planungen in die Realität umgesetzt. „Und für alle größeren Kanaldurchmesser, die aus jener Zeit stammen, findet man die entsprechenden Eiprofile“, so Reinhard Hövel zur NWZ.

Nach dem Abschluss der Kanalbauarbeiten in der Kirchhofstraße wird die Fahrbahn in Asphaltbauweise auf ganzer Breite neu hergestellt und der Parkstreifen entlang der Friedhofsmauer in Absprache mit der Stadt neu profiliert, teilt der Wasserverband mit. Die Zufahrt zu den Grundstücken sei während der Bauarbeiten nur mit Einschränkungen möglich. Auch die Nutzung der vorhandenen Parkplätze könne während der Bauphase nicht immer gewährleistet werden.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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