• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

VERMÄCHTNISSE: Bürgersinn auch über den Tod hinaus

14.01.2009

Wer sich

engagiert

Vereinte Oldenburger Sozialstiftung: besteht aus mehreren kleinen Stiftungen – Volumen ca. 3 Millionen Euro – seit 1948

Klävemann-Stiftung: baut und unterhält kleine Häuser – Legat 50 000 Taler ab 1871

Theo und Käthe-Prechter -Stiftung: Jugendhilfe – Volumen knapp eine Million Euro – seit 1999

Eric- und Margarethe-Collins-Stiftung: Ferienhaus auf Spiekeroog; Einnahmen werden für bedürftige Menschen verwendet – seit 1995

Friedrich- und Hedwig-Eilers-Stiftung: Altenhilfe – Volumen ca. 425 000 Euro – seit 1968

Theodor-Francksen-Stiftung:Kunstförderung – rund 850 000 Euro – seit 1952

Klaue-Stiftung: Altenhilfe – rund 160 000 Euro – seit 1965

Edith-Ruß-Stiftung: Kunstförderung – Vermögen 1,1 Millionen Euro – seit 1998

Helene-Wellmann-Stiftung: Förderung der Altenhilfe – rund 350 000 Euro – seit 1978

Bernhard-Winter-Stiftung: Abteilung im Stadtmuseum – rund 75 000 Euro – seit 1966

Witte-Stiftung: Altenhilfe – ca. 260 000 Euro – seit 1973

Dr. Dettling-Stiftung: Hilfe für Studenten u.a. aus Oldenburg – rund 1,1 Millionen Euro

Friedas-Frieden-Stift: Altenhilfe – seit 1897

Otto-Puzicha-Stiftung: Altenhilfe – rund 360 000 Euro – seit 1992

Hermine-Kölschtzky-Stiftung: altengerechtes Wohnen – seit 2002

H.-Krummland-Stiftung: Sozialhilfe – 800 000 Euro – seit 2009

Das Stiftungsvermögen beträgt 800 000 Euro. Es entstand durch den Verkauf von Baugrundstücken in Etzhorn.

Von Klaus Fricke

Oldenburg Der Wind weht scharf und eisig um die Ecke Ekernstraße/Krummlands Kamp. Hinter den hohen Hecken weitet sich der Blick auf eine große Grasfläche und auf eine Ansammlung von Einfamilienhäusern. Ein Neubaugebiet wie viele andere auch in Oldenburg? Nein, ganz und gar nicht, das Areal am Krummlands Kamp stellt vielmehr die Basis für die jüngste Stiftung in der Obhut der Stadt dar.

Der Verkauf der Grundstücke, die Johann Heinrich Krummland seiner Heimat vermacht hat, brachte 800 000 Euro in das Stiftungsvermögen. An diesem Dienstag übergab Testamentsvollstrecker Volker Neumann das Legat an Stadträtin Silke Meyn und Fritz Löllbach, beim Fachdienst Finanzen für die Stiftungen zuständig.

Geld für soziale Zwecke

„Die Stadt ruft mit dem geerbten Vermögen eine rechtlich unselbstständige Stiftung ins Leben und erfüllt damit den Wunsch des Erblassers“, sagt Silke Meyn – und deutet dann auf das Straßenschild mit dem Stifternamen: „Damit wollen wir diesem vorbildlich für das Gemeinwohl engagierten Bürger unserer Stadt dauerhaft gedenken.“ Die Stiftung, so Krummlands Vorgabe, soll Menschen helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Heinrich Krummland (1917-2002) ist ein Etzhorner Urgestein. Hier besuchte er die Volksschule, hier wurde er zum Landwirt ausgebildet, und hier – auf der vom Großvater übernommenen Hofstelle – lebte Krummland mit seiner Ehefrau Charlotte, geb. Fischer (1922- 1999).

Die Ehe blieb allerdings kinderlos – die nationalsozialistischen Machthaber zwangen Krummland zur Sterilisation wegen einer erblich bedingten Sehschwäche. Dieses Schicksal hielt ihn nicht davon ab, selbst sehr menschlich zu bleiben: Italienische Kriegsgefangene, die ihm im 2. Weltkrieg zugeteilt worden waren, behandelte er trotz staatlich angedrohter Repressalien familiär. Die damals entstandenen Freundschaften hielten jahrzehntelang.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ortsvorsteher in Etzhorn

Nach dem Weltkrieg half Johann Heinrich Krummland in vorderster Reihe, Etzhorn auch organisatorisch wieder aufzubauen. Als Ortsvorsteher erneuerte er schnell die zerfallenen Strukturen des Gemeinwesens, war Gründungsmitglied des Bürgervereins und engagierte sich im ländlichen Bankwesen. „Er war ein sehr feiner und interessanter Mensch“, weiß Testamentsvollstrecker Neumann. „Diese Stiftung passt hierher.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.