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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

„Buntspecht“ klopft nicht mehr

13.04.2017

Bloherfelde /Petersfehn I Bis Ende April werden einige gebuchte Veranstaltungen noch abgearbeitet, dann ist Schluss: Jutta Plettenberg, Inhaberin des Wirtshauses und Cafés „Buntspecht“ in Petersfehn I, hört auf. Sie hat das gesamte Anwesen mit rund 1900 Quadratmetern an das Bauunternehmen Südkamp in Friesoythe verkauft. „Wir haben am 28. Februar unterschrieben“, erzählten am Dienstag Jutta Plettenberg und ihr Mann Heinz-Georg. Das Friesoyther Bauunternehmen plane den Abriss des Wirtshauses – und den Bau von Wohnhäusern, wissen die Petersfehner.

Täglich geöffnet ist der „Buntspecht“ bereits seit Ende März nicht mehr. Im Mai ist bereits geschlossen, die Übergabe des Anwesens erfolge am 1. Juni, berichtet die Noch-Inhaberin, die ihre Kunden bereits seit März über die Schließung informiert. Damit endet die langjährige Ära eines Hauses, dessen Geschichte bis in das Jahr 1850 zurückreicht.

„Seit 1850 war es stets das ,Gasthaus zur Erholung’,“ weiß Heinz-Georg Plettenberg. Die Ehefrau des pensionierten Kriminalrats kaufte das Anwesen im Jahr 2005 von den damaligen Besitzern Gerold und Helma Höche. Jutta Plettenberg ist damit die insgesamt 18. Besitzerin des Anwesens, dessen Ursprünge auf den Moorkolonisten Berend Hinrich Meyer zurückgehen. Meyer bekam sein „Kolonat“ 1849 übereignet – eine Moorfläche von 5,96 Hektar Größe. „Wir haben die Geschichte des Anwesens mal auf unsere Speisekarte drucken lassen“, erzählt Heinz-Georg Plettenberg. Berend Hinrich Meyer baute das Haus 1850. Auch ein landwirtschaftlicher Betrieb gehörte damals dazu. Großherzog Paul Friedrich August wollte der um die Mitte des 19. Jahrhunderts starken Auswanderungswelle entgegenwirken und bot deshalb Land zur Kultivierung an. Darüber gibt – so Plettenberg – die 1998 vom Bürgerverein Petersfehn anlässlich der 150-Jahr-Feier des Ortes herausgegebene Festschrift Auskunft. Danach wechselte das „Kolonat Nr. 24“ von Berend Hinrich Meyer schon 1855 erstmals den Besitzer. Gasthaus aber blieb es – bis heute.

Die Situation in der Gastronomie werde nicht besser, berichtet Jutta Plettenberg. Nicht nur, dass Personal immer schwieriger zu finden sei; auch der Aufwand stehe mittlerweile in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag. Als sich zum Jahreswechsel 2016/17 die Gelegenheit zum Verkauf ergab, nutzten die Plettenbergs diese Chance – und freuen sich nun auf den nächsten Lebensabschnitt.

 Weiterer Wechsel

Seit Montag bietet in Bad Zwischenahn an der Oldenburger Straße 13 Michael Karsch als Inhaber des neuen „Meerwurstgrill“ Burger, Hot Dogs, Schnitzel, sechs verschiedene Bratwürste sowie einmal die Woche Fisch und auch Pasta an.

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