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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Cäcilienbrücke ab heute gesperrt

19.03.2013

Oldenburg Ein Getriebeschaden legte die Cäcilienbrücke im Juli 2009 für über eine Woche lahm. Auch 2010 (neue Stahlseile) und 2011 (Lagerschäden) stand die Brücke still, im August 2012 machte die Elektrik schlapp. Nun rücken wieder Reparaturtrupps an: Von diesem Dienstag bis einschließlich Donnerstag werden Lagerschäden behoben und eine Antriebswelle ersetzt (NWZ  berichtete).

Keine Sanierung

Eine Sanierung der Brücke ist das nicht. Sie ist auch nicht geplant: Seit Februar steht der Abriss des Wahrzeichens im Raum, der – zumindest nach Aussage mehrerer Gutachter – unvermeidlich ist. Diese Pläne haben in Politik und Bevölkerung für Unruhe gesorgt.

In einer Leserumfrage der NWZ  sprachen sich, wie berichtet, 44 Prozent von 1600 Teilnehmern für einen originalgetreuen Wiederaufbau aus, 35 Prozent forderten eine Sanierung des Bauwerks. Was ist seitdem passiert?

Die Planungshoheit für das Bauwerk hat das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremen, dessen Chef Torsten Stengel eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Stadt zusagte. Einen Wettbewerb zu Gestaltung, Statik und Grundbau kündigte das WSA als Eigentümer der Brücke für den Zeitraum zweites Quartal 2014 bis erstes Quartal 2015 an. Man sei in der Frage der Cäcilienbrücke in engem Kontakt mit dem WSA, bestätigte Stadtsprecher An­dreas van Hooven.

Drei Tage Arbeiten an der Brücke

Die Sperrung der Cäcilienbrücke dauert von diesem Dienstag, 9 Uhr, bis Donnerstag, 21. März, 18 Uhr. Der Austausch der Lager der Antriebswellen und die Überprüfung der Schrankenanlagen werden nach Angaben der Stadt bei gesenkter Brücke ausgeführt. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke passieren. Für Autofahrer sind Umleitungen über Cloppenburger Straße, Buschhagenweg, Niedersachsen- und Westfalendamm sowie in Gegenrichtung oder über die Amalienbrücke ausgeschildert.

Beinahe hätte die Stadt mit der gleichzeitigen Sperrung des Niedersachsendamms zwischen Kreuzung Westfalendamm und Marschweg für ein weiteres Nadelöhr gesorgt. Die Straßensanierung wird aber wegen der Witterung verschoben.

Offene Hunte- und Küstenkanalquerungen während der Reparatur der Cäcilienbrücke sind die A 28 zwischen den Abfahrten Kreyen­brück und Marschweg, die Brücke Niedersachsendamm und die Amalienbrücke.

Das eigentliche Planverfahren soll 2015/ 2016 laufen – doch ob das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen dann noch Partner der Stadt ist, ist keineswegs ausgemachte Sache. Denn Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung reformieren. Ob das WSA Bremen in diesem Prozess die Verantwortung für Bau und Unterhaltung an Hunte und Küstenkanal behält, ist noch offen. Erst Ende des Jahres wird die regionale Aufgabenverteilung stehen, sagte am Montag eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums der NWZ . Schon bis Mitte des Jahres soll hingegen per Erlass geregelt werden, dass künftig alle wichtigen Pläne in einer Generaldirektion in Bonn entschieden werden. Bislang unterstand das WSA Bremen der Direktion in Aurich (die künftig für Personalangelegenheiten zuständig werden soll).

Entscheider weit weg

Oldenburgs SPD-Landtagsabgeordneter und Ratsherr Jürgen Krogmann sieht darin keine gute Entwicklung: „Bonn ist weit weg, da werden regionale Themen eine kleinere Rolle spielen.“

Die Befürchtung: Ohne die Berücksichtigung des Oldenburger Blickwinkels ist eine funktionsunfähige Cäcilienbrücke ein teures Hindernis für Schiffe zwischen Weser, Ems und Rhein. Dass die Schifffahrtsverwaltung bei solchen Plänen das letzte Wort hat, weiß die Stadt nicht erst seit dem verlorenen Gerichtsstreit um den Ausbau der Küstenkanal-Stadtstrecke.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt 
Thorsten Kuchta
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2102
Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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