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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Cäcilienbrücke bleibt – Millionen gespart

29.03.2014

Oldenburg Die Cäcilienbrücke muss erneuert werden; daran lassen Gutachten keinen Zweifel. Bislang galten Abriss und Neubau als unvermeidlich. Die Stadt hat in einem Positionspapier „Rahmenbedingungen zum Neubau der Cäcilienbrücke“ formuliert.

Doch die Ingenieure Günter Baak und Heino Brick sowie Architekt Gregor Angelis sind überzeugt: Die Brücke kann erhalten werden. „Es ist einfach“, sagt Angelis gegenüber der NWZ. „Die Technik zum Heben und Senken wird aus den Türmen genommen und auf zwei Hydraulikanlagen verlagert.“ Derzeit ziehen 60-Tonnen-Gewichte über Zahnräder und Antriebsstange die Straße nach oben. Durch die Last neigen sich die Türme nach innen. Das schafft die Probleme.

Die Hydraulikanlagen verschwinden unter der Straße. Die Türme hätten zwar keine Funktion mehr, könnten aber als Wahrzeichen erhalten bleiben. Angelis schätzt, dass die Kosten (derzeit veranschlagt 13 Millionen Euro) bei weniger als der Hälfte liegen. Denkmalschützerin Wiebke Dreeßen sei überzeugt davon, dass die Entkoppelung der Funktionen den Wert des Denkmals nicht verringere.

Die Stadt äußert sich zurückhaltend. „Wir sind offen für alle Vorschläge“, sagte ein Sprecher. Ein Gespräch mit den Ingenieuren sei aber nur sinnvoll unter Beteiligung des Wasser- und Schifffahrtsamtes als Bauherr. Als Termin wurde der 23. April vereinbart.

Zeitplan für Brücken-Wettbewerb

Freitag, 4. April: Bürgerforum im PFL, Beginn 18.30 Uhr. Das WSA sammelt Ideen von Bürgern für die Gestaltung der Brücke.

Sonntag, 6. April: Bewerbungsschluss für Ingenieur-Bürogemeinschaften. Das WSA wählt bis zu zehn Büros aus, die unter anderem ihre Eignung für Hub-Brücken nachweisen.

Montag, 2. Juni: Gespräch mit Beteiligten und Bürgern für Rückfragen.

Dienstag, 29. Juli: Preisgericht tagt: Bis zu fünf Entwürfe werden ausgewählt.

November: Preisgericht tagt: Bis zu drei Entwürfe sind übrig. Das WSA verhandelt und entscheidet, wer den Auftrag erhält.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt zeigt sich gesprächsbereit. „Wir haben das bislang vielleicht nicht deutlich genug herausgestellt: Der Wettbewerb, bei dem die Büros ihre Ideen vorlegen, ist offen auch für einen Erhalt von Teilen der Brücke“, sagte Mitarbeiter Rüdiger Oltmanns. „Wir sind allerdings überzeugt, dass die Brücke als Ganzes nicht zu erhalten ist.“

Für Christoph Bagge vom Vorstand des 300 Mitglieder zählenden Oldenburgischen Architekten- und Ingenieurvereins AIV ist der Wettbewerb zu eng abgesteckt. „Die Stadt räumt dem Erhalt der Brücke keine großen Chancen ein. Deshalb wird sich kaum ein Büro beteiligen, das in Richtung Erhalt denkt“, befürchtet Bagge. Der AIV ist dafür, die Bewerbungsfrist zu verlängern. Bislang müssen sich Büros bis 6. April melden.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Krogmann wirbt dafür, erneut den Erhalt zu prüfen. Er kündigte an, das Thema in den städtischen Gremien anzusprechen. Möglicherweise kann sich bereits der Rat am Montag mit der Brücke befassen.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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