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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Cäcilienbrücke unter die Lupe genommen

20.03.2013

Oldenburg Risse, Feuchtigkeit und Frost: Zusammengenommen sind das die größten Feinde des Mauerwerks der Cäcilienbrücke. Bis Donnerstag ist das Bauwerk für den Autoverkehr gesperrt, Arbeiter sind damit beschäftigt, die gröbsten Schäden zu beheben.

Doch der eigentliche Anlass für die Sperrung ist ein anderer – auch wenn die Arbeiten auf der Brücke eher auffallen. Die Antriebsstange und das Mittelgetriebe sind defekt, das Lager ist ausgeschlagen“, erklärte Rüdiger Oltmanns (42), Sachbereichsleiter Bau und Unterhaltung beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremen, am Dienstag bei einer Begehung des Bauwerks. Überprüft und gegebenenfalls repariert werden auch die Antriebe für die Tore, die sich beim Heben der Brücke schließen und bei der Freigabe wieder öffnen.

Technische Daten zur Brückenkonstruktion

Der Antriebsmechanismus der Hubbrücke mit Elektromotor und vier Stahlseilen, die über Rollen im Obergeschoss der Brückentürme zu den im Innern befindlichen Gegengewichten laufen, ist noch im ursprünglichen Zustand.

Die Brücke wird vom Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen betrieben und unterhalten. Während der Betriebszeit ist die Brücke ständig mit einem Brückenwärter besetzt.

Architekt war Adolf Rauchheld (1868-1932), fertiggestellt wurde sie 1927.

Konstruktion: Die Hubbrücke hat eine Stahlfahrbahnplatte, die mit Asphalt bedeckt ist. Die Spannweite beträgt 40,80 Meter, die Breite 10,30 Meter, 5,50 Meter davon sind Fahrbahn.

Die Geräusche der Brücke, wie z. B. beim Hochziehen, sind am Freitag, 22.März, ab 15.40 Uhr beim Radiosender NDR Kultur zu hören. Im Internet unter

www.ndr.de/ratgeber/reise/staedte_orte/audio148357.html

Und dennoch: Der Cäcilienbrücke droht in einigen Jahren der Abriss (die NWZ  berichtete). Die Mauerwerkstürme, Gründung und Antriebstechnik weisen gravierende Mängel auf. Das ergaben Untersuchungen von drei unabhängig vonein­ander arbeitenden Ingenieurbüros. Zudem hätten sich die gegenüberstehenden Türme in den vergangenen 30 Jahren drei Zentimeter einander zugeneigt. „Insbesondere der Zustand der Antriebstechnik der Brücke und der Mauerwerkstürme sowie Unsicherheiten bei der Tragfähigkeit der Gründung erfordern einen kompletten Neubau der Brücke“, fasste die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen.

Die derzeitigen Arbeiten dienen laut Oltmanns der Verkehrssicherung und dem Erhalt der Betriebssicherheit – bis die Brücke abgerissen wird. Das könnte im Jahr 2017 der Fall sein. Zurzeit befindet sich das WSA Bremen in einer engen Abstimmungsphase mit der Oldenburger Stadtverwaltung und dem Denkmalschutz. Ende April, Anfang Mai soll es eine Bürgerinformation geben.

Die Kosten für die derzeitigen Reparaturarbeiten schätzt Dieter Höffmann von der Außenstelle Oldenburg des Wasser- und Schifffahrtsamts Bremen auf 40 000 Euro. Die vergleichsweise geringe Höhe des Betrags kommt dadurch zustande, dass das WSA eigene Mitarbeiter für die Arbeiten einsetzt und die neue Antriebswelle auf dem amtseigenen Bauhof in Brake gedreht wird. Die Sperrung der Cäcilienbrücke soll laut Oltmanns am Donnerstag gegen 18 Uhr aufgehoben werden. Schiffe können schon jetzt bei Niedrigwasser unter der nicht gehobenen Brücke hindurchfahren – auf eigene Gefahr.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv.de/stadt-oldenburg 
Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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