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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Containerdorf für Flüchtlinge in Eversten

14.11.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-11-14T05:28:06Z 280 158

Asyl:
Containerdorf für Flüchtlinge in Eversten

Oldenburg Nun bekommt auch Oldenburg ein Containerdorf für Flüchtlinge: Nach Angaben der Stadtverwaltung vom Freitagmittag werden in Kürze an der Adenauerallee in Eversten (direkt hinter der Oberschule Eversten) mehrere Wohncontainer aufgestellt, in denen bis zu 80 Flüchtlinge Obdach finden sollen.

Stadtsprecher Reinhard Schenke sagte auf NWZ -Anfrage, dass es sich um gebrauchte Container aus den Niederlanden handele, die zuvor von einem Kindergarten genutzt wurden. „Der Containermarkt in Deutschland ist leer gefegt, deswegen sind wir froh, dass wir dort etwas bekommen konnten.“ Die Container müssen noch umgebaut werden, so dass das „Dorf“ erst Anfang 2016 bezogen werden solle.

Die Anlieger in Eversten sollen nach Schenkes Angaben am 7. Dezember über Einzelheiten informiert werden. Wer die Betreuung übernimmt, ist noch nicht geklärt.

170 weitere Plätze für Flüchtlinge werden in zwei leerstehenden Hallen im Gewerbegebiet Tweelbäke eingerichtet, hieß es weiter. Die Gebäude an der Schlachthofstraße gehören dem Klinikum, das zu 100 Prozent der Stadt gehört. „Wir schöpfen jetzt alle Möglichkeiten unserer Immobilien aus“, sagte Schenke.

Die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft solle voraussichtlich im Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 30. Juni 2016 erfolgen. Diese Notunterkunft noch vor dem beginnenden Winter sei eine wichtige Maßnahme, um eine Unterbringung von Menschen in Turnhallen zu vermeiden, ergänzte Schenke.

Derzeit liege die Zahl der Zuweisungen vom Land weiterhin bei 40 Menschen in der Woche. Um ihnen weiterhin eine akzeptable Unterkunft in Oldenburg geben zu können, müssten weitere Gebäude erstellt oder hergerichtet werden, sagte Schenke. Alle anderen Gebäude im Stadtgebiet haben jetzt die Kapazitätsgrenze erreicht.

Die Flüchtlinge, die in der Erstaufnahmeeinrichtung in Blankenburg aufgenommen werden, dürften künftig wohl nicht mehr komplett auf die Zahl der Menschen angerechnet werden, die das Land Oldenburg zuweist. Diese anfangs kommunizierte Prozedur lässt sich offenbar angesichts des Zustroms nicht mehr halten. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen Kommunen und Land, um den Anrechnungsschlüssel für die Erstaufnahmeeinrichtungen neu zu definieren, sagte Schenke.

Derzeit könne die Stadt rund 1250 Menschen unterbringen, sagte Schenke auf NWZ -Anfrage. 400 Flüchtlinge seien in 120 Wohnungen untergebracht, die die Stadtverwaltung angemietet hat. In den Gemeinschaftsunterkünften sind derzeit 850 Menschen untergebracht. Diese Plätze seien fast alle belegt, Schenke weiter: „Wir haben noch einen Puffer für die noch erwarteten 120 Zuweisungen im November und brauchen deshalb ab Dezember die Hallen des Klinikums in der Schlachthofstraße in Tweelbäke.“

Dort würden dann die 170 Menschen untergebracht, die voraussichtlich im Dezember nach Oldenburg kommen, ergänzte er.