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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Denkanstöße für eine bessere Welt

28.04.2014

Oldenburg Vom Frieden, über die Energiewende und das Grundeinkommen bis hin zur ökologischen Landwirtschaft: Die Macher der „Oldenburger Zukunftstage“ haben sich thematisch einiges vorgenommen. „Man kann mit so einer Tagung immer nur Denkanstöße geben und die Zusammenarbeit der lokalen Initiativen fördern“, sagte Andreas Büttner, Pfarrer der Oldenburger Christengemeinschaft, die das Programm mit dem Kulturbüro der Stadt und weiteren Organisationen auf die Beine gestellt hatte. „Zeit, sich einzumischen“ lautete das Motto der zweiten Auflage am Wochenende im PFL.

In Arbeitsgruppen diskutierten die rund 70 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden drei Tage lang lebhaft über politische und wirtschaftliche Zukunftsfragen. Dass bei der großen Bandbreite die Gefahr bestand, sich zu verzetteln, wurde bei der Podiumsdiskussion am Sonnabend deutlich. Vieles wurde gestreift, nur wenig konkretisiert.

„Ich habe viele Ideen mitgenommen, aber es ist schade, dass nicht mehr Leute teilgenommen haben“, bilanzierte die Gießener Politikwissenschaftlerin Hanne-Margret Birckenbach. Damit stand die Frage im Raum, wie mit den Themen mehr Öffentlichkeit erreicht werden kann. „Wir müssen stärker auf die Menschen zugehen“, forderte die Pazifistin und Mitbegründerin der Ostermärsche, Helga Tempel, selbstkritisch. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Konrad leitete die 82-Jährige das Seminar „Zivil statt Militär“.

Frieden war mit Blick auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren Schwerpunkt der Zukunftstage. „Durch den Konflikt in der Ukraine hat das Thema allerdings traurige Aktualität bekommen“, bedauerte Büttner.

Für den Dortmunder Kommunikationsexperten Claus Eurich war die Teilnehmerzahl nicht das wichtigste Kriterium: „Wir sollten nicht immer auf Massenbewegungen schauen. Insofern bot die Tagung eine wunderbare Größe.“ In seinem Workshop diskutierte Eurich die Frage „Hat der Mensch Zukunft?“. Es gelte, frei nach Immanuel Kant, Wege aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit zu suchen, sich einzumischen und nicht alles hinzunehmen.

Diesen Weg haben bereits die Oldenburger Waldorfschülerinnen der Formation „Enleio“ eingeschlagen. Sie zeigten ein in Eigenregie erarbeitetes Tanzstück zum Thema Nachhaltigkeit.

„Wir sind politisch geprägt“, sagte die 16-jährige Johanna Grenz, die auf dem Podium mitdiskutierte. Ideen einbringen, Visionen verwirklichen, Projekte starten – daran wollen die lokalen Initiativen auch in Zukunft arbeiten, so Büttner: „Veränderungen im Kleinen können Mut machen und etwas bewirken.“


Mehr Infos unter   www.oldenburger-zukunftsgae.de 
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