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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Denkmalschutz spielt untergeordnete Rolle

29.04.2013

Oldenburg Der Denkmalschutz spielt beim bevorstehenden Abriss der Cäcilienbrücke eine untergeordnete Rolle. Diesen Schluss lässt die Stellungnahme der Stadtverwaltung zu einem Beschlussvorschlag der CDU/FW-BFO für die Ratssitzung an diesem Montag zu (18 Uhr, PFL).

Die Denkmalbehörden dürfen nach Mitteilung der Stadtverwaltung Schifffahrts-und wasserbauliche Anlagen des Bundes zwar unter Denkmalschutz stellen. „Sie dürfen jedoch die Unterhaltung, bauliche Änderungen oder den Abriss nicht von ihrer Zustimmung (Genehmigung) abhängig machen“, schreibt Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Auf der anderen Seite dürfe sich die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nicht ohne Weiteres über die Belange des Denkmalschutzes hinwegsetzen; sie müsse diese vielmehr in eigener Zuständigkeit beachten und die für Denkmalschutz zuständige (Landes)Behörden rechtzeitig vor geplanten Maßnahmen beteiligen. Grundsätzlich sei der Erhalt der geschichtlich, wissenschaftlich, städtebaulich und künstlerisch für die Stadt Oldenburg bedeutenden Cäcilienbrücke wünschenswert. Land und Kommunen könnten allerdings nicht über ihre Finanzkraft hinaus erhaltungspflichtig gemacht werden.

Mit anderen Worten: Die Stadt kann sich aufwendige Sanierungsarbeiten nicht leisten. Wünschenswert ist es aus Sicht der Stadtbaurätin, repräsentative Teilen der Brücke zu erhalten. Für einen Neubau müsse ein hoher Gestaltungsmaßstab angesetzt werden. Wünschenswert sei ein Architektenwettbewerb. Aus verkehrlicher Sicht könne auf die Cäcilienbrücke nicht verzichtet werden, die täglich von bis zu 15 000 Radfahrern und 9000 Autos überquert werde.

Die Gruppe CDU/FW-BFO fordert eine Beteiligung der Stadt an dem vom Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen geplanten Wettbewerb „Gestaltung, Statik und Grundbau“ zum Neubau der Cäcilienbrücke . Die Auswahlkommission müsse mit einer ausreichenden Anzahl an Vertretern aus Bürgervereinen, der Oldenburgischen Landschaft sowie der Ratspolitik besetzt werden.

Auch der Bevölkerung müsse Gelegenheit haben, sich im Rahmen des Wettbewerbs zu den Entwürfen zu äußern. Während der Bauzeit sollte Radfahrern und Fußgängern die Überquerung der Hunte an dieser Stelle über eine Behelfsbrücke ermöglich werden.

Die Geschäftsleute an der Bremer Straße und am Damm, die während der Bauphase Umsatz-Einbußen befürchten müssten, sollten bei der Erarbeitung von Kompensationsmaßnahmen berücksichtigt werden.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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