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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

AUSGRABUNG: Die alte Burg bleibt im Wasser frisch

26.09.2007

OLDENBURG Jetzt ist es amtlich Im Jahr 1032 wurde die burgähnliche Ringwallanlage erbaut, zehn Jahre später erheblich verstärkt – und knapp 1000 Jahre später soll der archäologisch ungewöhnliche Fund am Hemmelsbäker Kanal dauerhaftes Objekt für Forschung und Öffentlichkeit werden. Das Land Niedersachsen gab am Dienstagabend bekannt, 110 000 Euro für die korrekte Konservierung eines exemplarischen Teils des Heidenwalls zu spendieren.

„Wenn alles freigelegt werden würde, wäre die Gefahr der Verrottung der alten Hölzer sehr groß“, sagte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann. „Die beste Konservierung ist, man ließe alles unter der Erde.“ Damit aber die Oldenburger, die die Grabung nahe der Ikea-Baustelle mit viel Interesse verfolgt hatten, weiter an die frühe Befestigung erinnert werden, sind aus den 200 erhaltenen Hölzern 38 ausgewählt worden, die der langwierigen Nassholzkonservierung unterzogen und danach repräsentativ ausgestellt werden.

Bis dahin dürften mindestens drei Jahre vergehen. „Der Vorgang der Konservierung braucht Zeit“, betonte Bezirksarchäologin Jana Esther Fries, die „so einen hohen Erhaltungsgrad noch bei keinem Fund“ registriert hat.

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Für den Landesarchäologen Henning Haßmann geht es nun darum, die Funde zu interpretieren und in ihre Zeit zu stellen. Wissenschaftler diverser Disziplinen arbeiten hier zusammen, um „organische Funde und Schriftquellen zu verknüpfen“. Fries und Haßmann wiesen darauf hin, dass als Bauherren des Heidenwalls Bremer Erzbischöfe ebenso in Frage kämen wie die Familie des Grafen Huno oder das Adelsgeschlecht der Billunger. „Vielleicht war der Wall auch eine Art Widerhall der letzten Wikinger-Überfälle“, mutmaßte Stratmann.

Oberbürgermeister Gerd Schwandner kündigte derweil an, wie es mit dem Heidenwall weitergeht. Zur 900-Jahr-Feier (6. bis 14. September 2008) soll eine Rekonstruktion (Maßstab 1:33) im Stadtmuseum aufgestellt werden sowie eine kleinere am Fundort selbst (Kosten insgesamt 60 000 Euro). Außerdem hofft man, zum Jubiläum auch ein kleines Originalteil, dass bevorzugt und aufwendiger konserviert werden soll, zu präsentieren. „Das konservierte komplette Originalsegment soll später dauerhaft ausgestellt werden – zum Beispiel in einem neuen Kulturzentrum auf dem Fliegerhorst“, sagte Schwandner.

Klaus Fricke
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