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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Tage des Verfalls sollen bald vorbei sein

05.12.2018

Donnerschwee Die Anwohner der Lerchenstraße wissen um die besondere historische Bedeutung des Hauses mit der Nummer 14. Dort verbrachte der Künstler Horst Janssen von 1929 bis 1943 seine Kindheit. Viele von ihnen sind deshalb schon seit Längerem besorgt über den schlechten Zustand, in den das Haus in den letzten Jahren geraten ist. Seit Ende Mai im Rahmen von Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück der Anbau des Hauses beschädigt und anschließend abgerissen wurde, hat sich bei den Anwohnern sogar die Befürchtung wieder breit gemacht, das denkmalgeschützte Haus könnte „unbeabsichtigt“ ein ähnliches Schicksal erleiden.

Der Eigentümer des Hauses, die Vermögensverwaltung Oetken, weist solche Vermutungen entschieden zurück. „Wir haben doch 2015 selbst den Denkmalschutz für das Haus beantragt“, betont Klaus Oetken, Geschäftsführer des Unternehmens. „Hätten wir das Haus abreißen wollen, hätten wir uns das Jahr bis zu dessen Genehmigung gleich sparen können.“

Bereits im März hatte das Unternehmen in einer Stellungnahme erklärt, dass das Haus saniert und die Fassade in ihrer ursprünglichen Form wieder hergestellt werden soll. Innen soll das Haus „heutigen Wohnbedürfnissen entsprechend“ saniert werden. Dazu muss allerdings erst das Neubauprojekt auf dem Nachbargrundstück (dort entsteht ein Mehrfamilienhaus) im Rohbau fertig sein. Die Sanierung des Horst-Janssen-Hauses soll dann zügig beginnen. „Wir haben einen Architekten mit der Ausarbeitung des Bauantrags beauftragt“, erklärt Oetken. „Dafür haben wir im Vorfeld eng mit der Unteren Denkmalschutzbehörde zusammengearbeitet.“

Stadtsprecher Reinhold Schenke bestätigt die Zusammenarbeit und bezeichnet die Abstimmung als vorbildlich. Demnach wird für das Gebäude Lerchenstraße 14 vorab eine denkmalrechtliche Genehmigung beantragt. „Der Antrag liegt noch nicht vor, die besprochenen Maßnahmen sind jedoch genehmigungsfähig“, so Schenke. Für den Anbau eines Balkons und den Ausbau des Spitzbodens soll zudem eine Baugenehmigung beantragt werden.

Auch Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums, hat sich vor Ort über Oetkens Pläne informiert. „Wir sehen es mit Freude, dass die Fassade wieder in den historischen Zustand versetzt werden soll und bald wieder so aussieht, wie zu Horst Janssens Zeit“, sagt sie.

Als Wermutstropfen erwies sich für die Museumsleiterin das Innere des Hauses, denn das wurde im Laufe der Jahre völlig verbastelt. „Leider findet sich dort kein Detail mehr, das auf Janssens Zeit hinweist“, erklärt sie. Vor diesem Hintergrund plant das Museum auch kein weitergehendes Engagement im Zusammenhang mit dem Haus. „Man könnte wohl viel Geld in die Hand nehmen, um es quasi nochmal neu so aufzubauen, wie es damals aussah“, so Moster-Hoos. „Aber das Ergebnis wäre nur eine Retro-Puppenstube, die mit der realen Geschichte Horst Janssens genauso wenig zu tun hat wie der jetzige Zustand.“ In der Stadtführung „Auf den Spuren von Horst Janssen in Oldenburg“ soll das Haus aber eine feste Station bleiben.

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