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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadt prüft Bebauung am Kuhlenkamp

17.09.2019

Donnerschwee Die Stadtverwaltung prüft, ob Gartengrundstücke der Klävemann-Siedlung am Großen Kuhlenweg/Kuhlenkamp mit Wohnungen bebaut werden können. Das Areal Großer Kuhlenweg unterliege den Vorschriften des Baugesetzbuches, teilte ein Sprecher auf Anfrage der NWZ mit. Hier müsse im Einzelfall, mit konkreten Bauvoranfragen, geprüft werden, inwieweit eine Verdichtung möglich sei. „Dies erfolgt derzeit.“ Eine allgemeine Aussage sei nicht möglich.

Komplett saniert

Gegenüber Kritik, Wohnraum in der Klävemann-Siedlung stehe zum Teil über Jahre leer, weist die Stadtverwaltung auf den Sanierungsaufwand hin. Wohnungen, die Jahrzehnte vermietet waren, müssten vor einer Neuvermietung oft vollständig saniert werden. Neben Maler-/Bodenbelags-/Tischler- und Heizungsarbeiten seien häufig alle Elektroleitungen sowie die kompletten Sanitäranlagen einschließlich Fliesenarbeiten und Fensterreparaturen durchzuführen. „Komplettsanierungen sind jedoch nur durchführbar, wenn alle Wohnungen frei sind.“ Das heißt, eine Wohnung in einem Zwei-Parteien-Haus könne erst dann saniert werden, wenn auch die zweite frei werde. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen könne ein längerer Leerstand sinnvoll sein.

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Zeit zur Verdichtung

Saniert werde nach Mindeststandards, die für sozialen Wohnungsbau üblich seien. Mit diesem Hinweis reagiert die Verwaltung auf den Vorwurf, sie strebe vollumfängliche Sanierungen an. Tatsächlich seien Mieter aber auch zu Abstrichen bereit, wenn sie dafür zeitnah eine günstige Wohnung beziehen können.

Lambertus Stegemann, Mieter der Klävemann-Stiftung Großer Kuhlenweg/Kuhlenkamp und Kritiker der städtischen Stiftungsverwaltung vermisst ein Konzept zur Sanierung der Siedlung. Die Stadt habe zwar eine Portfolioanalyse erstellen lassen. Dabei handele es sich allerdings nur um eine grobe Einschätzung des Investitionsbedarfs; die 2008 sanierten Gebäude am Kuhlenkamp/Großer Kuhlenweg seien überhaupt nicht einbezogen worden. Ein Gesamtkonzept für die Stiftung, geschweige denn ein schlüssiges Finanzierungskonzept, fehle bis heute.

Nur eine „Ausrede“

Am Großen Kuhlenweg stünden Wohnungen zum Teil über Jahre leer. Der Hinweis der Stadt, man wolle den alten Menschen, die in dem jeweiligen Haus wohnten, die Strapazen einer Sanierung ersparen, sei unglaubwürdig. Die „Ausrede“ mit älteren Menschen sei fadenscheinig, da in Häusern mit jüngeren Bewohnern wie Kuhlenkamp 61a und Großer Kuhlenweg 57 freie Wohnungen ebenfalls auch seit Jahren nicht saniert würden. Stegemann kritisiert: „Jahrelange Leerstände kosten der Stiftung Unterhalt an Strom, Wasser, Gas und Gartenpflege sowie Mieteinnahmen.“ Die Klävemann-Stiftung sei die zweitälteste Stiftung dieser Art in Deutschland mit interessanter Architektur, sozialem Hintergrund, betont Stegemann. Die „Mär“, die Klävemann-Stiftung habe kein Geld, werde „immer wieder hervorgeholt, um Verkäufe und mangelnde Sanierung zu rechtfertigen“.

Die NWZ hatte berichtet, dass in der Siedlung derzeit jede dritte Wohnung leer steht. Daraufhin hatte die Stadtverwaltung den Vorwurf, es gebe kein Konzept zur umfassenden Sanierung der Siedlungen zurückgewiesen. Ein Verkauf von Gelände am Großen Kuhlenweg/Kuhlenkamp an die Wohnungsbaugesellschaft GSG war bereits 2012 geplant, aber nach massiven Protesten zurückgestellt worden.

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